Einbürgerung geflohener Juden

Zentralrat befürwortet Initiative

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes/Zentralrat der Juden

Die Initiative der Grünen zur erleichterten Einbürgerung von Verfolgten des NS-Regimes stößt beim Zentralrat der Juden in Deutschland auf Zustimmung.

Reform »Die Regierungskoalition sollte diesem Vorschlag rasch folgen und eine neue, gerechtere Rechtslage schaffen«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster am Montag in einer Pressemitteilung. Mit der Reform könne der Missstand beendet werden, dass bestimmte Personengruppen bislang von einer Einbürgerung ausgeschlossen seien.

Nach einem Bericht der »Welt« wollen die Grünen erreichen, dass vor dem Nazi-Regime geflohene Juden und deren Nachfahren leichter wiedereingebürgert werden können.

Pass Bisher gebe es für deutsche Juden, die damals ins Ausland gehen mussten und eine neue Staatsangehörigkeit angenommen haben, keinen Anspruch auf eine Heimkehr nach Deutschland – weil sie nach Ansicht der Behörden nicht ausgebürgert wurden, sondern ihre Staatsangehörigkeit wegen der Annahme eines anderen Passes verloren haben.

Schuster nannte es einen »großen Vertrauensbeweis«, dass die Betroffenen wieder die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen möchten. »In der Nazi-Zeit wurden Tausende Deutsche in die Flucht getrieben oder ausgebürgert. Ihnen und ihren Nachkommen sollte Deutschland großherzig die Türen öffnen.« dpa/ja

Bielefeld

Holocaust-Leugnerin kommt frei

Ursula Haverbeck wird in der ersten November-Hälfte das Gefängnis verlassen

 30.10.2020

Islam

Weltrat der Imame nimmt Antisemitismus-Definition an

Verband von mehr als 1000 muslimischen Geistlichen verpflichtet sich dem Kampf gegen Judenhass

 30.10.2020

Antisemitismus

Labour suspendiert früheren Parteichef Corbyn

Der Bericht einer unabhängigen Kommission geht mit der britischen Oppositionspartei scharf ins Gericht

 29.10.2020

Berlin

Umfassende Studie zu Rassismus gefordert

Deutsches Institut für Menschenrechte: »Unabhängige, transparente und flächendeckende Forschung« ist nötig

 29.10.2020

Justiz

Halle-Prozess soll trotz Corona fortgesetzt werden

Der nächste Verhandlungstag ist für kommenden Dienstag geplant

 29.10.2020

Einspruch

Es kann überall passieren

Arye Sharuz Shalicar fordert, die Gefahr durch radikale Islamisten in Europa klar zu benennen

von Arye Sharuz Shalicar  29.10.2020

Wahl

Ehre, wem Ehre gebührt

Trumps juden- und israelpolitische Bilanz kann sich im Vergleich zu seinen Vorgängern sehen lassen

von Michael Wolffsohn  29.10.2020

Social Media

»Durch Hass entsteht kein Mehrwert«

Facebook-Manager Johannes Baldauf über Verschwörungsmythen, Holocaust-Leugnung und die Plattform-Politik

von Detlef David Kauschke  29.10.2020

Berlin

Rabbiner beklagen Druck auf Religionsfreiheit in Europa

Generalsekretär der Europäischen Rabbinerkonferenz Gady Gronich nennt die weltweite Lage »besorgniserregend«.

 29.10.2020