Einbürgerung geflohener Juden

Zentralrat befürwortet Initiative

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes/Zentralrat der Juden

Die Initiative der Grünen zur erleichterten Einbürgerung von Verfolgten des NS-Regimes stößt beim Zentralrat der Juden in Deutschland auf Zustimmung.

Reform »Die Regierungskoalition sollte diesem Vorschlag rasch folgen und eine neue, gerechtere Rechtslage schaffen«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster am Montag in einer Pressemitteilung. Mit der Reform könne der Missstand beendet werden, dass bestimmte Personengruppen bislang von einer Einbürgerung ausgeschlossen seien.

Nach einem Bericht der »Welt« wollen die Grünen erreichen, dass vor dem Nazi-Regime geflohene Juden und deren Nachfahren leichter wiedereingebürgert werden können.

Pass Bisher gebe es für deutsche Juden, die damals ins Ausland gehen mussten und eine neue Staatsangehörigkeit angenommen haben, keinen Anspruch auf eine Heimkehr nach Deutschland – weil sie nach Ansicht der Behörden nicht ausgebürgert wurden, sondern ihre Staatsangehörigkeit wegen der Annahme eines anderen Passes verloren haben.

Schuster nannte es einen »großen Vertrauensbeweis«, dass die Betroffenen wieder die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen möchten. »In der Nazi-Zeit wurden Tausende Deutsche in die Flucht getrieben oder ausgebürgert. Ihnen und ihren Nachkommen sollte Deutschland großherzig die Türen öffnen.« dpa/ja

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