Teheran

Wieder Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Protestierer in Teheran: In den vergangenen Jahren gingen iranische Sicherheitskräfte und die Justiz brutal gegen sie vor. Foto: picture alliance / AA

Im Iran sind wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Aufständen vom Januar hingerichtet worden. Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki wurde unter anderem zur Last gelegt, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan berichtete. Das Urteil sei am Montagmorgen vollstreckt worden, hieß es weiter.

Die Demonstrationen waren Ende Dezember wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

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Im Zusammenhang mit den Protesten ließ Irans Justiz mindestens 17 Menschen hinrichten, wie die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtete. »Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit«, schrieb die Organisation auf X.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Kontext des Iran-Kriegs wurden Todesurteile gegen politische Gefangene und angebliche Spione vollstreckt. dpa/ja

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