Washington

Weißes Haus: Treffen von Biden und Netanjahu im Herbst

Weißes Haus in Washington Foto: picture alliance / dpa

Das Weiße Haus hat eine Begegnung zwischen US-Präsident Joe Biden und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt.

»Es wird irgendwann im Herbst ein Treffen hier in den Vereinigten Staaten geben«, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Montag nach einem Telefonat von Biden und Netanjahu. Aus der Tatsache, dass die beiden miteinander sprachen und sich treffen wollen, solle man nicht ableiten, dass die Sorgen über den geplanten Umbau der Justiz in Israel und »extremistische Handlungen« einiger Mitglieder der Netanjahu-Regierung geringer geworden seien.

Das Telefonat fand am Vortag eines Treffens von Biden und Israels Staatschef Isaak Herzog im Weißen Haus statt. Der Empfang für Herzog wirft auch ein Schlaglicht auf das angespannte Verhältnis des US-Präsidenten zu Netanjahu. Der Ministerpräsident wartet nach seiner Rückkehr ins Amt schon seit mehr als einem halben Jahr auf eine Einladung ins Weiße Haus. Viele werten das als Ausdruck dafür, dass Biden mit der Politik von Netanjahus rechtsreligiöser Regierung unzufrieden ist.

Netanjahus Büro teilte zu dem Telefonat mit, der Ministerpräsident habe Biden über ein Gesetz informiert, dessen Verabschiedung kommende Woche erwartet werde - ein Verweis auf einen wichtigen Teil des Justizumbaus, mit dem sich das Parlament kommende Woche befasst. Netanjahus Büro erwähnte auch mögliche neue direkte Treffen zwischen Israelis und Palästinensern. dpa

Interview

»Plötzlich ist das Gefühl von Sicherheit weg«

In der Nacht auf Sonntag ist das private Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner Ziel eines Brandanschlags geworden. Mit der Jüdischen Allgemeinen spricht er nun exklusiv über den Angriff – und benennt, was daraus folgen muss

von Mascha Malburg, Philipp Peyman Engel  04.01.2026 Aktualisiert

Templin

Brandanschlag auf Grundstück von Beauftragten gegen Judenhass

Auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg wurde ein Schuppen in Brand gesteckt. Auf seiner Haustür haben die Täter ein rotes Hamas-Dreieck hinterlassen

 04.01.2026

Analyse

Warum die Proteste im Iran auch eine Chance für unsere Sicherheit sind

Anschläge und Morde, verdeckte Handelsfronten, Identitätsdiebstahl und Sanktionsumgehung: Das Regime in Teheran ist auch in Europa zu einem hybriden Bedrohungsakteur geworden. Umso wichtiger ist es, die Regimegegner zu unterstützen

von Rebecca Schönenbach  04.01.2026

Interview

»Israels Sache ist gerecht, sie muss nur besser erklärt werden«

Der saudische Influencer Loay Alshareef über Frieden im Nahen Osten, seine erste Begegnung mit Juden und die Kraft persönlicher Erfahrung

von Stefan Laurin  04.01.2026

Iran

Proteste gegen Chamenei weiten sich aus

Im Iran kam es erneut zu Gewalt gegen Demonstrierende. Die Proteste haben sich inzwischen auf etwa 70 Prozent des Landes ausgeweitet. Auch in Berlin und Washington versammelten sich oppositionelle Exiliraner

 04.01.2026

Venezuela

Netanjahu gratuliert Trump

Israels Regierungschef Netanjahu lobt den US-Angriff in Venezuela und hebt Trumps Vorgehen gegen Maduro als »historisch« hervor. Andere israelische Politiker ziehen Parallelen zum Iran

 04.01.2026

Caracas

Venezuelas Vizepräsidentin behauptet »zionistische Handschrift«

Delcy Rodriguez, die nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro die Leitung des Landes übernehmen will, stellt den US-Angriff in einen Zusammenhang mit Israel

 04.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

Kommentar

Der Edelpilz, der keiner ist

New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani hat bereits die Anerkennung der IHRA-Definition durch die Stadtverwaltung und das Boykottverbot gegen Israel aufgehoben

von Louis Lewitan  02.01.2026