Analyse

Was der russisch-ukrainische Konflikt mit den Mullahs in Teheran zu tun hat

Russlands Präsident Wladimir Putin Foto: imago images/ITAR-TASS

Eine potenzielle russische Invasion der Ukraine könnte aus Sicht von US-Generalleutnant Erik Kurilla die Instabilität im Nahen Osten verschärfen.

Möglich sei etwa ein Überschwappen des Konflikts nach Syrien, wo Russland bereits einen Militärstützpunkt und Truppen habe, sagte Kurilla am Dienstag in einer Anhörung vor dem zuständigen Senatsausschuss im Rahmen seiner Nominierung als Leiter des Kommandos der US-Streitkräfte im Nahen Osten (Centcom). Zugleich stellte er klar, dass der Iran weiterhin als größte Bedrohung für die USA und deren Verbündete in der Region betrachtet werde.

Dem Senatskomitee für die Aufsicht über die US-Streitkräfte sagte Kurilla zudem, dass China seinen Einfluss und seine Ausgaben im Centcom-Zuständigkeitsbereich stetig ausbaue. Dazu gehörten Länder, die die USA für die Gewinnung geheimdienstlicher Informationen über extremistische Aktivitäten in Afghanistan bräuchten.

»Die Vereinigten Staaten sind mit einer neun Ära des strategischen Wettbewerbs mit China und Russland konfrontiert, der sich nicht auf eine geografische Region beschränkt und in den Verantwortungsbereich des Zentralkommandos hineinragt«, sagte Kurilla am Dienstag. Sollte seine Nominierung wie erwartet bestätigt werden, würde er auf General Frank McKenzie folgen, der nach drei Jahren als Centcom-Leiter in den Ruhestand geht.

McKenzies Ägide fällt in eine von Tumulten geprägte Zeit in der Region, etwa der chaotische amerikanische Rückzug aus Afghanistan, die Zerschlagung der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien und zunehmende Spannungen mit dem Iran und dessen Verbündeten. ap

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026

Nahost

Israel beklagt Toten nach Hisbollah-Drohnenangriff

Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums ist tot. In Nordisrael wächst der Unmut über die Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon

 29.04.2026

Nahost

USA verschärfen Druck auf Iran, Trump setzt auf lange Blockade

Der US-Präsident lässt mehrere Optionen prüfen. Zugleich verhängt seine Regierung neue Sanktionen gegen mutmaßliche Finanznetzwerke Teherans

 29.04.2026

New York

Altkanzler Scholz mit Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet

Bundeskanzler Friedrich Merz kassiert nach seiner Kritik am US-Vorgehen im Iran heftige Kritik. US-Präsident Trump zürnt. Altbundeskanzler Scholz beschwichtigt

 29.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026