Berlin

»Verstörend und erschreckend«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes/Zentralrat der Juden

Einen Tag nach dem Aufmarsch von Rechtsextremisten mit gleichartiger Kleidung, Trommeln und Fahnen in Plauen hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Genehmigung durch das Landratsamt kritisiert und auch die Regierung in die Pflicht genommen.

»Wenn es die sächsische Landesregierung mit der Bekämpfung des Rechtsextremismus ernst meint, darf sie solche Demos nicht zulassen«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Donnerstag.

konsequenzen Die jüdische Gemeinschaft erwarte von den zuständigen Behörden und der Regierung entschlossenes Handeln und sichtbare Konsequenzen. Die Koalitionsregierung von CDU und SPD wird von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geführt.

Schuster bezeichnete die Bilder vom Neonazi-Aufmarsch der Partei »Der III. Weg« am 1. Mai in Plauen als »verstörend und erschreckend«. Dies habe ausgerechnet am Vorabend von Jom Haschoa stattgefunden und lasse Erinnerungen an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wach werden.

»Nicht nur für die jüdische Gemeinschaft, sondern für das demokratische Deutschland und die engagierte Zivilgesellschaft insgesamt wäre ein entschiedenes Vorgehen der sächsischen Landesregierung gegen derartige Aufmärsche wichtig gewesen«, sagte Schuster.  dpa

«Wolfsbrigade 44»

Seehofer verbietet Neonazi-Gruppe

Razzien in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen

 01.12.2020 Aktualisiert

Halle-Attentat

Urteilsverkündung noch im Dezember erwartet

Gericht rechnet im Verfahren um den Anschlag auf die Synagoge mit sechs weiteren Prozesstagen

 30.11.2020 Aktualisiert

Aachen

Urteil gegen Anwalt von erfundenem NSU-Opfer erwartet

Der Jurist steht wegen Betrugs vor Gericht – die von ihm vertretene Nebenklägerin existierte nicht

 30.11.2020

Joe Kaeser

Siemens-Chef mahnt zu Kampf gegen Judenhass

Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns: »Man muss aufstehen und Profil zeigen«

 30.11.2020

Berlin

»Völlig abscheuliche Vergleiche«

Zentralratspräsident Schuster: Aussagen der »Querdenker« sollten vom Verfassungsschutz geprüft werden

 29.11.2020

Thüringen

Einsatzkosten nach Rechtsrock-Konzert

Laut Medienbericht macht Polizei dem rechtsextremen Veranstalter gegenüber rund 26.000 Euro geltend

 29.11.2020

Covid-19

Verhandlungen ohne Präzedenz

Bundesregierung und Claims Conference haben sich auf zusätzliche Hilfen verständigt

von Stuart Eizenstat  29.11.2020

»Querdenker«

Kein Fall für den Verfassungsschutz

Nicht die ganze Bewegung sei extremistisch, so die Sicherheitsbehörden – vorerst kein Beobachtungsobjekt

 29.11.2020

Berlin

»Rassistisch« oder »rassistische Diskriminierung«?

Bundestag debattierte über Änderung des Begriffs »Rasse« im Grundgesetz. Erste Lesung mehrerer Vorlagen

 28.11.2020