Nachrichten

Verfassungsschutz, Terror, »Todesliste«

Dauerpräsenz von Rechtsextremismus: Infostand der NPD Foto: imago images / Alexander Pohl

»Todesliste« mit 25.000 Namen

Die Bundesanwaltschaft soll Hinweise darauf bekommen haben, dass die rechtsextremistische Prepper-Gruppe »Nordkreuz« Namen und Adressen von politischen Gegnern in ganz Deutschland gesammelt hat. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Verweis auf Vernehmungsprotokolle des Bundeskriminalamts (BKA). Bei Durchsuchungen von »Nordkreuz«-Mitgliedern wurden im August 2017 und April 2018 in Mecklenburg-Vorpommern Namen und Adressen von fast 25.000 politischen Gegnern gefunden. Nach Einschätzung der Ermittler plante »Nordkreuz«, politische Gegner gezielt zu töten. ja

Angst vor Rechtsextremismus

Etwa zwei Drittel der Deutschen sind der Meinung, dass Rechtsextremismus gesellschaftsfähiger geworden ist. Eine ähnlich große Gruppe befürchtet, dass Rechtsextremisten den Staat verändern können und dass aktuell der Staat diesen Gruppen zu viel Spielraum lasse. Das hat der ARD-»Deutschlandtrend« ermittelt. ja

Hamburg: Verfassungsschutz

Der Hamburger Verfassungsschutz hat eine neue Spezialeinheit zur Beobachtung des Rechtsextremismus im Internet eingerichtet. Das sei zwar eher eine Aufgabe des Bundesamtes, aber das Landesamt wolle mehr über Hamburger Akteure im Internet wissen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). ja/dpa

Israel hilft, Terror zu verhindern

Israels Geheimdienste Mossad und der Militärische Abwehrdienst der Zahal sollen in den vergangenen drei Jahren nicht weniger als 50 Terrorattacken, die dem Islamischen Staats zugerechnet werden, verhindert haben. 20 Staaten wurden von israelische Diensten informiert, zwölf der geplanten Anschläge sollten in der Türkei stattfinden. Das berichtete der israelische Fernsehsender Kanal 12.  ja

Reaktion

»Ich werde auf dem rechten Auge nie mehr sehen können«

Ein Anruf bei dem jüdischen Mann, der in Hamburg von zwei deutsch-syrischen Jugendlichen brutal attackiert wurde

von Lilly Wolter  10.08.2022

Justiz

Jugendlicher wegen antisemitischen Angriffs auf Mahnwache verurteilt

Die Strafe von einem Jahr und vier Monaten wird auf Bewährung ausgesetzt

 09.08.2022

Antisemitismus

Beschädigung von Denkmal für deportierte Juden in Freiburg

Das Geburtsdatum von Adolf Hitler wurde an die Mauer des Gedenkortes geschrieben

 09.08.2022

Berlin

Rechtsextremismus-Verdacht gegen rund 100 Polizisten

Gegen rund 100 Beamte der Polizei besteht der Verdacht einer rechtsextremistischen Einstellung

 08.08.2022

documenta

Deutsch-Israelische Gesellschaft besucht Kassel

»Unseren Besuch verbinden wir mit dem Protest gegen den Dammbruch, den es in der Geschichte des Nachkriegsantisemitismus bei der documenta gegeben hat«, betont DIG-Präsident Volker Beck

 08.08.2022

Olympia-Attentat

»Wir sind verärgert«

Der Bund will die Familien der israelischen Opfer entschädigen. Die Hinterbliebene nennen das Angebot »beleidigend«

von Michael Thaidigsmann  07.08.2022

Berlin

Auswärtiges Amt verurteilt Raketenbeschuss gegen Israel 

Sprecher: »Israel kann sich wie jeder andere Staat auf das Selbstverteidigungsrecht berufen.«

 07.08.2022

Atomabkommen mit Iran

EU-Vertreter vorsichtig optimistisch

Weitere Verhandlungen in Wien

 05.08.2022

Leipzig

Stadt will Straße nach KZ-Überlebendem Romantschenko benennen

Boris Romantschenko war im Alter von 96 Jahren im März bei einem russischen Bombenangriff in Charkiw getötet worden

 04.08.2022