Israel

US-Armee und IDF halten großangelegte Militärübung ab

Israelische Soldaten nehmen 2017 an einem Manöver teil. (Symbolbild) Foto: picture alliance / NurPhoto

Die USA und Israel haben eine großangelegte Militärübung begonnen. Tausende Soldaten, rund 140 Flugzeuge und ein Dutzend Kriegsschiffe seien bis Freitag an der Übung in Israel und im östlichen Mittelmeer beteiligt, teilte Israels Militär am Montagabend mit.

Spannungen Medienberichten zufolge handelt es sich um die größte Militärübung, die Israels Streitkräfte (IDF) und das Militär der Vereinigten Staaten je gemeinsam abgehalten haben. Hintergrund sind demnach wachsende Spannungen mit dem Iran. Nach Angaben des Militärs soll durch die Übung einer »Vielzahl regionaler Bedrohungen« begegnet werden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Abend bei einem Treffen mit Vertretern des Amerikanisch-Jüdischen Komitees, es sei das gemeinsame Ziel von Israel und den USA, den Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu erlangen.

Drohungen Das iranische Atomprogramm war auch Thema bei einem Treffen des US-Sicherheitsberaters Jake Sullivan mit Netanjahu in Jerusalem in der vergangenen Woche. Israel wurde vom Iran nach der Islamischen Revolution im Jahr 1979 als Erzfeind des Landes erklärt. Die Mullahs in Teheran kündigen immer wieder an, den jüdischen Staat auszulöschen.

Israel verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten und will deshalb eine Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens mit dem Land unbedingt verhindern.

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den anderen Vertragspartnern - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und den USA - liegen seit Monaten auf Eis. dpa/ja

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät über umstrittene Abgeordnete

Seit dem Wahlsieg der Berliner Linke wird bundesweit über Antisemitismus und Israel-Kritik in ihren Reihen diskutiert. Nun will die Fraktion klären, wie sie mit Vaness Emde umgeht

 20.10.2026

Analyse

Hält Israels Brandmauer zur AfD?

Die deutsche Rechtsaußen-Partei wird von der israelischen Regierung boykottiert. Ein prominenter AfD-Politiker versucht nun, das zu ändern

von Joshua Schultheis  20.10.2026

Berlin

»Keine Gespräche mit Linksradikalen führen«: Merz attackiert SPD und Grüne

Der Bundeskanzler warnt eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin

 20.10.2026