Istanbul

Türkische Polizei verhindert Sturm auf israelisches Konsulat

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul kam es kurz vor dem Vorfall Pro-Terror-Demonstrationen, wie hier am Mittwoch in den frühen Morgenstunden. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nach der Explosion in einem Krankenhaus im Gazastreifen mit zahlreichen Toten hat die türkische Polizei Demonstranten daran gehindert, das israelische Konsulat in Istanbul zu stürmen. Die Teilnehmer hätten versucht, in der Nacht zu Mittwoch in das Konsulat einzudringen und dabei unter anderem Steine auf das Gebäude geworfen und Feuerwerkskörper gezündet, teilte das Gouverneursamt mit. Fünf Personen, die die Absperrung zum Konsulat überwunden hätten, seien festgenommen worden.

Mehr als 60 Menschen seien bei dem Einsatz verletzt worden, davon seien die meisten Polizisten, hieß es weiter. Eine Person sei aufgrund eines Herzinfarktes gestorben. Die örtliche Ärztegewerkschaft und eine kleine Oppositionspartei rief zu weiteren Protesten vor dem Konsulat am Mittwoch auf.

Die von der islamistischen Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde im Gazastreifen sowie mehrere arabische Staaten und die Türkei machen Israel für den Einschlag verantwortlich - die israelische Armee hat dies zurückgewiesen und Aufnahmen veröffentlicht, die beweisen sollen, dass eine fehlgeleitete Rakete militanter Palästinenser eingeschlagen ist. dpa

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