Meinung

Stellt ihnen den Strom ab!

Was für ein Bild: Ein Palästinenser und ein orthodoxer Jude, Seite an Seite bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit rechten israelischen Demonstranten und der Polizei. Und beide mit Steinen in den Händen! Der Orthodoxe gehört zur antizionistischen Sekte Neturei Karta, die sich am Sonntag in Jerusalem auf die Seite der Palästinenser stellte. Protest ist sein gutes Recht, Israel ein demokratisches Land. Doch bei Gewalt oder – wie unlängst geschehen – beim Verbrennen der israelischen Fahne sind Grenzen erreicht. Sollen sie, auch das ist passiert, in Teheran Ahmadinedschad umarmen und in Gaza Hamas-Führer Hanija Geschenke überreichen – wenn sie in London, Wien, New York oder sonst wo zu Hause sind. Aber sofern sie in Jerusalem leben und dort alles bestreiten, außer ihren eigenen Lebensunterhalt, sollten sie nichts vom Staat erwarten dürfen. Viele Israelis denken heute so, sie haben Recht. Strom und Wasser? Denkste. Flughafen und Linienbus? Nichts da. Sollen die Feinde des Staates – egal welcher Konfession – doch im Dunkeln sitzen und zu Fuß laufen. Und bei Gesetzesverstößen konsequent bestraft werden.

Essen

Symbolhafte Reise

Die Luftwaffe flog den Schoa-Überlebenden Naftali Fürst zur Ausstellungseröffnung nach Deutschland

von Katrin Richter  22.01.2020

Schoa

»Wir werden nie vergessen«

Oberrabbiner Israel Meir Lau über Jerusalem, Yad Vashem und das World Holocaust Forum

von Detlef David Kauschke  22.01.2020

Oswiecim/Jerusalem

»Pathethisch und unreif«

Der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, übt scharfe Kritik am World Holocaust Forum

 22.01.2020

Rückblick

Der Weg zum Schoa-Gedenktag

Der 27. Januar ist ein Tag des Innehaltens und Nachdenkens über die Vergangenheit

 21.01.2020

Jerusalem

Vorbereitung auf Gedenkfeier

Logistischer Kraftakt beim World Holocaust Forum – Tausende von Polizisten im Einsatz

 21.01.2020

Geschichte

Historiker: Demjanjuk nicht mit »absoluter Sicherheit« identifiziert

Auf nun aufgetauchten Fotos aus dem Vernichtungslager Sobibor soll es sich doch nicht um den NS-Täter handeln

 20.01.2020

Josef Schuster

»Antisemitische Äußerungen salonfähiger geworden«

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland warnt vor erstarkendem Judenhass

 20.01.2020

Mirjam Wenzel

Erziehung zur Selbstreflexion

Die Deutschen sollten sich mehr mit »der Tradition des Schweigens und Verdrängens« in ihren Familien auseinandersetzen

 20.01.2020

Geschichte

Gedenken im Dreiländereck

Bayern, Österreich und Tschechien erinnern in diesem Jahr zum ersten Mal länderübergreifend an die Opfer der NS-Zeit. Einer der Hauptredner wird Zentralratspräsident Josef Schuster sein

 20.01.2020