Ignatz-Bubis-Preis

Steinmeier spendet Preisgeld

Bei der Ignatz-Bubis-Preisverleihung am 10. Januar: Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) Foto: Rafael Herlich

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist vor gut einer Woche mit dem »Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung« ausgezeichnet worden – nun spendet er das Preisgeld von 50.000 Euro an die Bente Kahan Stiftung in Breslau und die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Das teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit.

»Ich wünsche mir, dass wir den Auftrag Ignatz Bubis’ annehmen und dass das Preisgeld ganz in seinem Sinne verwandt wird: Verständigung, Dialog, Miteinander – das haben auch die Bente Kahan Stiftung in Breslau und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zum Ziel. Sie sollen das Preisgeld zu gleichen Teilen erhalten«, so der Außenminister in der Mitteilung.

Rede Während der Preisverleihung am 10. Januar in Frankfurt hatte Steinmeier unter anderem gesagt: »Ich glaube, wir müssen heute, mehr denn je, einen Demokratieraum schaffen, in dem wir streiten können, aber respektvoll miteinander umgehen; in dem viele zu Wort kommen, aber genauso viele zuhören; in dem gegensätzliche Interessen und Sichtweisen formuliert werden, aber in dem wir auch Fakt von Lüge unterscheiden können.«

Mit der Verleihung des Ignatz-Bubis-Preises für Verständigung hat die Stadt Frankfurt am Main das Lebenswerk und die Persönlichkeit von Ignatz Bubis geehrt. Die Stadt verleiht den Preis seit 2001 alle drei Jahre an eine Persönlichkeit oder Organisation, deren öffentliches Wirken in hervorragender Weise im Sinne der von Ignatz Bubis vertretenen Werte gekennzeichnet ist. Die Auszeichnung besteht aus einer künstlerisch gestalteten Urkunde und ist mit 50.000 Euro dotiert. ja

Ugandische Truppen

Nahost

Ugandas Parlament billigt Truppenentsendung nach Gaza

Auf US-Anfrage soll sich ein Kontingent der ugandischen Armee der geplanten internationalen Stabilisierungstruppe anschließen. In Afrika zählt das Land zu den größten Truppenstellern für Friedensmissionen

 07.08.2026

Meinung

Wie Georg Restle die Glaubwürdigkeit des ÖRR untergräbt

Nach dem X-Post des Journalisten hat sich Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk gewandt. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut

von Felix Schotland  07.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 07.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 07.08.2026

AfD-Verbot

»Wachkitzeln von Gewalt- und Mordphantasien«

Der Historiker und NS-Forscher Götz Aly, der mit Blick auf die AfD bislang vor überzogenen Vergleichen mit dem Nationalsozialismus und der NSDAP gewarnt hatte, hat offenbar seine Position revidiert

 07.08.2026

Kanada

Bericht: Jüdische Studenten erleben Antisemitismus als alltägliche Realität

Fast alle befragten jüdischen Studenten geben an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen antisemitischen Vorfall erlebt oder beobachtet zu haben

 07.08.2026

Miami

Antisemitischer Angriff in Starbucks-Filiale

Laut Polizei schlug eine Frau ihr Opfer mit einem Mobiltelefon. Dann habe sie mit einem Metallstuhl auf den Mann, der eine Kippa trug, losgehen wollen

 07.08.2026

Berlin

Klingbeil: AfD-Verbotsverfahren ernsthaft prüfen

Die Diskussion um ein AfD-Verbotsverfahren erhält neue Dynamik. Was sagt SPD-Chef Klingbeil und wie reagiert die Linke auf seinen Vorstoß?

 07.08.2026

Teheran/Maskat/Washington D.C.

Iran und Oman arbeiten an Hormus-Regelung – Teheran stellt Bedingungen an die USA

Iranischer Vertreter sagen, ein Rahmenabkommen für den Schiffsverkehr sei weit fortgeschritten. Eine sofortige Wiederöffnung der Wasserstraße sei damit jedoch nicht verbunden

 07.08.2026