Berlin

»Sehr große persönliche Betroffenheit«

Nikolaus Schneider Foto: dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hat die Nachricht und die traurigen Umstände des Rücktritts des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider »mit tiefem Schmerz und mit sehr großer persönlicher Betroffenheit« zur Kenntnis genommen: »Seine Entscheidung, seine Zeit nunmehr ganz seiner Frau widmen zu wollen, verdient großen Respekt und jedes Verständnis.«

Leo-Baeck-Preis
»Wir, die jüdische Gemeinschaft, haben mit dem Ratsvorsitzenden immer gut und besonders vertrauensvoll zusammengearbeitet. Er war uns stets ein verlässlicher Partner und wahrer Freund«, betonte Graumann. »Gerade deshalb hat der Zentralrat der Juden ihn im vergangenen Jahr mit seinem höchsten Preis, dem Leo-Baeck-Preis, ausgezeichnet. Seiner Frau und ihm wünschen wir von Herzen für die kommende Zeit viel Kraft und Zuversicht. Unsere Gedanken und Gebete werden sie begleiten.«

Wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte, legt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sein Amt an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland nieder. Der 66-Jährige werde ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode zum 10. November zurücktreten, um mehr Zeit für seine an Krebs erkrankte Frau Anne zu haben. ja

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Meinung

Orden für den Botschafter: Wie Leo XIV. Irans Regime aufwertet

Mit seinem Orden für den iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl verpasst der Papst den Menschen im Iran symbolisch einen Tritt in die Magengrube

von Michael Thaidigsmann  13.05.2026

Meinung

Linke Luftnummer

Der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus der Berliner Linken ist heuchlerisch. Die Partei ist derzeit nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

von Ralf Balke  13.05.2026

TikTok

Antisemitismus per Algorithmus

Antisemitische Inhalte auf der Social-Media-Plattform treten häufig codiert auf. Reichweitenstarke Beiträge sind oft uneindeutig und werden erst im Kontext als antisemitisch erkannt

 13.05.2026

Meinung

Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht

Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten

von Mascha Malburg  13.05.2026

Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Die Hintergründe

von Steffen Trumpf  13.05.2026

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026