Berlin

Scholz äußert sich zu Irans Angriff auf Israel

Bundeskanzler Olaf Scholz Foto: picture alliance / Flashpic

Olaf Scholz (SPD) hat dem Iran nach dessen Angriff auf Israel mit 181 Raketen vorgeworfen, »eine gefährliche Eskalation der Krise im Nahen Osten« verursacht zu haben.

»Iran riskiert damit, die ganze Region in Brand zu setzen – das gilt es unter allen Umständen zu verhindern«, sagte der Bundeskanzler am Mittwoch. »Die iranischen Raketenangriffe auf Israel sind aufs Schärfste zu verurteilen.«

Der Iran und die Terrororganisation Hisbollah müssten ihre Attacken gegen Israel unverzüglich einstellen, betonte Scholz. »Nur dank der israelischen Luftverteidigungskräfte und seiner Verbündeten ist es gestern gelungen, den Angriff Irans weitgehend abzuwehren«, sagte er.

Volle Umsetzung

Die Bundesrepublik wird sich dem Kanzler zufolge weiterhin dafür einsetzen, eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah zu vermitteln. »Solch eine Waffenruhe muss der Einstieg in die volle Umsetzung der UN-Sicherheitsresolution 1701 sein, die klar vorschreibt, dass sich die Hisbollah aus dem Grenzgebiet zu Israel zurückziehen muss.«

Auch sprach Scholz über den anstehenden ersten Jahrestag der Hamas-Massaker im Süden Israels am 7. Oktober: »Unsere Gedanken sind heute, wenige Tage vor dem Jahrestag des schrecklichen Angriffs der Hamas auf Israel, bei den festgehaltenen Geiseln und ihren Angehörigen.«

Ihr Schicksal müsse Ansporn für alle sein, zu einer Vereinbarung auf Grundlage der Vorschläge zu gelangen, die US-Präsident Biden gemacht habe.

Krieg mit Proxies

Der Iran verbreitet seit Jahren Terror im Nahen Osten. Bereits vor dem 7. Oktober 2023 drohte das Teheraner Regime Israel regelmäßig mit Vernichtung. Die Proxies des Iran, darunter die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah, bekämpfen den jüdischen Staat ebenfalls seit langer Zeit.

Vor einem Jahr wurde Israel erneut in einen Krieg hineingezogen, den die Streitkräfte (IDF) seither an zwei Fronten führen müssen, um ihre Bevölkerung zu schützen. Nun kommt noch ein direkter Konflikt mit dem Iran hinzu. im

Jan-Philipp Hein

Flugabwehr bei VW? Aber ja!

Volkswagen, Rafael und die deutsch-israelische Rüstungskooperation

von Jan-Philipp Hein  18.10.2026

JU-Deutschlandtag

Söder fordert Brandmauer nach links

Der Begriff Brandmauer wurde in der Union bisher vor allem für die Abgrenzung nach rechts verwendet. CSU-Chef meint, sie sollte jetzt eher an anderer Stelle eingezogen werden

 18.10.2026

IWF-Tagung

KfW-Chef: »Demokratie ist ein harter Standortfaktor«

Auch aus der Finanzwelt kommen nach den Wahlerfolgen der AfD für Deutschland ungewohnte Fragen: Ist der Standort noch so verlässlich wie bekannt? Für Investitionsentscheidungen kann das wichtig sein

 18.10.2026

Iran-Krieg

Irans Parlament stimmt für neuen Verteidigungsminister

Das Verteidigungsministerium im Iran wurde mehr als ein halbes Jahr kommissarisch geleitet. Nun übernimmt ein erfahrener Funktionär aus der Rüstungsbranche das Amt

 18.10.2026

Leitantrag für Parteitag

CSU-Parteitag: Klare Kante gegen AfD und Linkspartei

Kommende Woche steht bei der CSU ein großer Parteitag an. Als Gast wird Kanzler Merz erwartet. Inhaltlich setzt die Partei auf neue Geschlossenheit durch die Benennung klarer Feindbilder

 18.10.2026

Offenburg

Özdemir zu Berliner Linken: Mit so jemandem nicht koalieren

Cem Özdemir lehnt eine Zusammenarbeit der Grünen mit der Linken in Berlin ab. Zwar verweist er auf gute Erfahrungen mit der Partei in anderen Ländern, in Berlin sieht er die Lage anders

 18.10.2026

Regierungsbildung

Rot-Grün-Rot in Berlin rückt näher - Kritik der CDU

Linke, Grüne und SPD wollen in Berlin Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Die Sondierungsgespräche waren von Antisemitismus-Vorwürfen gegen die Linke überschattet. Kritik kommt nun von der CDU

 18.10.2026

Auftritt vor Parteinachwuchs

NRW-Minister: Linke muss »Judenhasser und Clan-Freunde« ausschließen

Nach einer Warnung des Kanzlers von Friedrich Merz vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin legt NRW-Minister Nathanael Liminski nach. Er wählt drastische Worte

 18.10.2026

Kommentar

Ein Tag der Schande

Die Linkspartei, SPD und Grüne haben ihre Sondierungen beendet. Nun wollen sie in Berlin eine Regierung bilden

von Philipp Peyman Engel  17.10.2026