Meinung

Schließt Iran von der Olympiade aus!

Wenn Teheran seinen Sportlern Wettkämpfe gegen Israelis verbietet, hilft nur Boykott

von Ronald S. Lauder  01.08.2011 22:39 Uhr

Ronald S. Lauder

Wenn Teheran seinen Sportlern Wettkämpfe gegen Israelis verbietet, hilft nur Boykott

von Ronald S. Lauder  01.08.2011 22:39 Uhr

In der vergangenen Woche verweigerte ein iranischer Sportler bei der Schwimm-WM in Shanghai in letzter Minute seine Teilnahme an einem Vorlauf – angeblich aus Müdigkeit. Doch schnell wurde klar, dass in Wahrheit die Präsenz eines israelischen Schwimmers der Grund für den Rückzieher war. Derselbe Iraner weigerte sich bereits bei der Sommer-Olympiade 2008 in Peking, gemeinsam mit einem Israeli ins Becken zu springen. Solche Beispiele gibt es zuhauf.

Unsportlich Das Regime in Teheran schreckt nicht davor zurück, auch Spitzensportler für seinen pathologischen Hass gegen den jüdischen Staat zu instrumentalisieren. Irans Verhalten ist unsportlich und widerspricht nicht nur dem olympischen Gedanken. Aber das Internationale Olympische Komitee (IOC) schweigt, um des vermeintlichen lieben Friedens willen. Der Wunsch, Sport und Politik zu trennen, ist zwar berechtigt, denn im Sport messen sich auch dann Athleten miteinander, wenn sich ihre Regierungen nicht grün sind.

Doch durch sein Schweigen lässt sich das IOC vor den Karren der iranischen Diffamierungspolitik spannen. Kein Land ist gezwungen, eine Mannschaft zu Olympischen Spielen zu entsenden. Wenn es aber mitmacht, dann unterwirft es sich den Spielregeln. Seit Jahren bricht Teheran durch seinen Boykott israelischer Sportler diese – und das IOC sieht einfach zu. Es ist nun an der Zeit, rechtzeitig vor Olympia 2012 eine klare Ansage zu machen: Wenn der Boykott nicht beendet wird, können iranische Sportler nicht an den Spielen teilnehmen! Alles andere wäre eine Kapitulation der Sportfunktionäre und eine moralische Bankrotterklärung.

Der Autor ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

Bonn

Urteil nach antisemitischem Angriff auf jüdischen Professor

Der 21-jährige Deutsch-Palästinenser ist zu einer Gesamtstrafe von viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden

 16.10.2019

Niedersachsen

Franz Rainer Enste wird erster Antisemitismus-Beauftragter

Der Jurist soll künftig Ansprechpartner für die jüdischen Verbände und für alle Juden im Land sein

 16.10.2019

Anschlag auf Synagoge

»Irritierend und unkritisch«

Der Zentralrat der Juden kritisiert die Aussagen von Sachsen-Anhalts Innenministers Holger Stahlknecht scharf

 13.10.2019

Extremismus

»Eine zumindest rechtsradikale Partei«

Politiker anderer Parteien greifen die AfD scharf an - und werfen ihr nach dem Anschlag in Halle Heuchelei vor

von Martina Herzog  12.10.2019

Meinung

Wir dürfen uns nichts mehr vormachen

Der Rechtsstaat muss härter gegen Judenhasser und Hetze im Netz vorgehen

von Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt  11.10.2019

Einspruch

Gemeinsam handeln

Arye Sharuz Shalicar fordert statt diplomatischer Erklärungen harte Sanktionen gegen den Iran

von Arye Sharuz Shalicar  11.10.2019