Meinung

Quotenkiller

Im Handel nennt man so etwas »verramschen«. Die ARD sendet – besser gesagt: versendet – am Freitag die letzten drei Folgen von »Im Angesicht des Verbrechens« ab 21.45 Uhr hintereinander weg. Die preisgekrönte Geschichte aus dem Milieu der Russenmafia in Berlin, in der – selten genug im deutschen TV – Juden ganz unspektakulär vorkommen, macht nicht genügend Quote. Das ist nicht nur ein respektloser Umgang mit der künstlerischen Arbeit von Regisseur Dominik Graf und seinem Team, es ist auch eine Unverschämtheit gegenüber den immerhin zwei Millionen regelmäßigen Zuschauern der Serie. RTL oder SAT1 würde man eine solche Programmpolitik noch nachsehen. Als kommerzielle Sender sind sie auf Quote und Werbeeinnahmen angewiesen. Aber die Öffentlich-Rechtlichen bekommen von jedem von uns vierteljährlich 53,94 Euro Zwangsgebühren, just, um eben nicht allein nach Einschaltzahlen ihr Programm zu machen, sondern auch nach Qualität. Aber die findet bei ARD und ZDF immer seltener, und wenn, meist nur noch zu nachtschlafender Zeit statt. Auf diese Art öffentlich-rechtliches Fernsehen kann man verzichten.

Hamburg

Brandbrief an Scholz: Einsatz gegen Rechtsextremismus bedroht

Organisationen, die gegen Rechts kämpfen, sehen ihre Existenz bedroht

 24.06.2024

Parlamentswahlen

Frankreichs Juden im Parteien-Dilemma

Was tun Juden, wenn es in der Stichwahl heißt: rechtsextrem oder linksextrem?

von Alexander Brüggemann  24.06.2024 Aktualisiert

Halle

Nutzung von SA-Parole: Nächster Prozess gegen Höcke

Diesmal geht es um eine Rede am 12. Dezember vergangenen Jahres im thüringischen Gera

 24.06.2024

Berlin

Gewalt und Festnahmen bei israelfeindlichen Demonstrationen

Ermittelt wird nun wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung

 24.06.2024

Russland

Anschlag auf Synagoge, Kirchen und Polizeiposten im Kaukasus 

Immer wieder kommt es in der Region zu Attacken

von André Ballin  23.06.2024

Weckruf

Empörung allein reicht nicht

Der große Gewinner der Wahlumfragen ist die AfD. Doch bloße Verurteilungs-Rituale werden nicht genügen, um die rechtsextremistische Partei zu schwächen. Was es jetzt braucht

von Gideon Böss  23.06.2024

Frankreich

Minderjährige planten Anschlag auf »jüdische Ziele«

Den Verdächtigen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen

 22.06.2024

7. Oktober

Berlinerin (27) wegen Hamas-Propaganda verurteilt

Die Verurteilte hatte nach den Massakern ein Foto von einem toten israelischen Soldaten geteilt

 21.06.2024

Paris/Berlin

Beate Klarsfeld will unter Umständen für Le Pen stimmen

In der ersten Runde wählt sie Emmanuel Macron

 21.06.2024