Lüneburg

Prozess gegen Holocaust-Leugner ausgesetzt

Lüneburger Landgericht Foto: dpa

Erneut ist ein Prozess gegen einen Holocaust-Leugner ausgesetzt worden. Der 80-Jährige sei zwar am Montag vor dem Lüneburger Landgericht zur Verhandlung erschienen, sagte ein Gerichtssprecher dem Nachrichtendienst epd.

Gleich zu Beginn der Verhandlung habe sein Verteidiger aber eine Aussetzung beantragt, da der Mann gesundheitlich stark angeschlagen sei. Im kommenden Jahr soll es einen neuen Termin für die Verhandlung geben.

Berufung Der 80-Jährige war zuvor vom Lüneburger Amtsgericht wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. Den Angaben zufolge hatte er zum Auftakt des Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning im Jahr 2015 versucht, Flugblätter mit volksverhetzendem Inhalt zu verteilen.

Im November wurde ebenfalls ein Prozess gegen einen 81-jährigen Holocaust-Leugner in Verden ausgesetzt. Der Pflichtverteidiger hatte nach einem Eklat während der Verhandlung den Saal verlassen. Wenige Tage zuvor war dort die mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. epd

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