Meinung

Pleite zu Pessach

Mazza, heißt es, sei das »Brot der Armut«. Heute – 3.300 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten – ist es zum Brot der Besserverdiener geworden. Stolze 6,50 Euro werden für ein Paket in Berlin bereits verlangt. Das summiert sich, wenn man ein paar Kisten für die Feiertage einkauft, dazu Fleisch, Wein, Saft, Kokosmakronen und was man noch so braucht. Nescafé fürs Fest? 6,90 Euro. Noch die ein oder andere Flasche Coca-Cola? Auch die Limonade gibt es »kascher L’Pessach«: 3,90 pro Flasche. Koscher kostet. Aber gleich so viel? Nach dem Einkauf ist die Familie pleite, das Fest der Freiheit kann kommen. Neidisch blickt man nach Großbritannien. Dort tobt in London und Manchester ein Preiskrieg unter den Anbietern: die kleine Packung Mazze zum Kampfpreis von 26 Pence (lieber nicht umrechnen!). Wie schön wäre es, wenn sich auch hierzulande Koscherläden mit Sonderangeboten gegenseitig überbieten würden: »25 Prozent auf alles – außer Tiernahrung«. Woanders geht’s doch auch. Frohes, koscheres und bezahlbares Pessach!

Geschichte

Historiker: Demjanjuk nicht mit »absoluter Sicherheit« identifiziert

Auf nun aufgetauchten Fotos aus dem Vernichtungslager Sobibor soll es sich doch nicht um den NS-Täter handeln

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 20.01.2020

Mirjam Wenzel

Erziehung zur Selbstreflexion

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 20.01.2020

Geschichte

Gedenken im Dreiländereck

Bayern, Österreich und Tschechien erinnern in diesem Jahr zum ersten Mal länderübergreifend an die Opfer der NS-Zeit. Einer der Hauptredner wird Zentralratspräsident Josef Schuster sein

 20.01.2020

Berlin

Israels Botschafter warnt: »Antisemitismus ist im Aufwind«

Jeremy Issacharoff sieht Gefahr von »global vernetzten Rechtsextremen«

 20.01.2020

Geschichte

Mehr Besucher in deutschen KZ-Gedenkstätten

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 20.01.2020

IHRA

Allianz für die Erinnerung

Hohe Regierungsvertreter der International Holocaust Remembrance Alliance kamen zu einer Sondersitzung in Brüssel zusammen

von Michael Thadigsmann  20.01.2020

Schoa

Fotos von John Demjanjuk im Konzentrationslager Sobibor aufgetaucht

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 19.01.2020 Aktualisiert

Vorwürfe

Antisemitische Beleidigungen im Kanzleramt?

Ein aus dem Libanon stammender Jude berichtet, dass Kollegen in der Fahrbereitschaft ihn als »Judensau« beschimpften

 19.01.2020