Justiz

Noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche NS-Täter

Vor allem KZ-Wachleute sind in den Fokus der Ermittlungen geraten. Foto: Getty Images / istock

In Deutschland laufen nach Informationen des NDR-Magazins »Panorama 3« noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche Nazi-Verbrecher. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 50 namentlich bekannte Beschuldigte, teilte der NDR am Dienstag mit.

Darunter seien auch Frauen. Vor allem KZ-Wachleute seien in den Fokus der Ermittlungen geraten. Allerdings sei bei einigen unklar, ob sie noch leben.

STUTTHOF Wie eine Umfrage des Magazins ergab, beginnt im Oktober etwa am Landgericht Hamburg ein Verfahren gegen einen 93-Jährigen, der Wachmann im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor.

Ebenfalls in Hamburg laufen Ermittlungen gegen eine 97 Jahre alte ehemalige Aufseherin des KZ Bergen-Belsen, die 1945 an einem Todesmarsch beteiligt gewesen sein soll, bei dem 1400 Frauen ermordet wurden.

Die meisten Verfahren laufen laut der Umfrage bei den Staatsanwaltschaften in Neuruppin und Erfurt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern sind demnach noch Verfahren gegen mutmaßliche NS-Verbrecher anhängig.  dpa

Rechtsextremismus

Lebenslange Freiheitsstrafe für Mord an Walter Lübcke

Die Schuld des Angeklagten wiegt besonders schwer, urteilt das Gericht

 28.01.2021

Rechtsextremismus

Zentralrat der Juden begrüßt Urteil im Lübcke-Prozess

Oberlandesgericht Frankfurt verurteilt Hauptangeklagten wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe

 28.01.2021

Berlin

»Wir dürfen niemals vergessen«

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert, die Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten wachzuhalten

 27.01.2021

Universität Leipzig

Studie: AfD-Anhänger glauben deutlich häufiger an Verschwörungen

Knapp drei Viertel der Anhänger der Rechtspopulisten weisen eine entsprechende Mentalität auf

 27.01.2021

Oswiecim

Stiftung Auschwitz-Birkenau ruft zu Spenden auf

Für die Finanzierung von Konservierungsarbeiten wird mehr Stammkapital benötigt

 27.01.2021

Dokumentation

»Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche«

Rede von IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag

 27.01.2021

Antisemitismus

Bundesligisten nehmen IHRA-Definition an

FC Schalke 04 und FC Bayern München wollen mehr gegen Judenhass tun und kündigen konkrete Schritte an

 27.01.2021

Bundestag

»Passen Sie auf auf unser Land!«

Charlotte Knobloch und Marina Weisband sprechen bei Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus

von Ayala Goldmann  27.01.2021

Schoa-Gedenken

Lippenbekenntnisse sind »völlig wertlos und heuchlerisch«

Im Europaparlament fordert Oberrabbiner Goldschmidt die EU auf, Religionsfreiheit zu garantieren

von Michael Thaidigsmann  27.01.2021