Justiz

Noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche NS-Täter

Vor allem KZ-Wachleute sind in den Fokus der Ermittlungen geraten. Foto: Getty Images / istock

In Deutschland laufen nach Informationen des NDR-Magazins »Panorama 3« noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche Nazi-Verbrecher. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 50 namentlich bekannte Beschuldigte, teilte der NDR am Dienstag mit.

Darunter seien auch Frauen. Vor allem KZ-Wachleute seien in den Fokus der Ermittlungen geraten. Allerdings sei bei einigen unklar, ob sie noch leben.

STUTTHOF Wie eine Umfrage des Magazins ergab, beginnt im Oktober etwa am Landgericht Hamburg ein Verfahren gegen einen 93-Jährigen, der Wachmann im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor.

Ebenfalls in Hamburg laufen Ermittlungen gegen eine 97 Jahre alte ehemalige Aufseherin des KZ Bergen-Belsen, die 1945 an einem Todesmarsch beteiligt gewesen sein soll, bei dem 1400 Frauen ermordet wurden.

Die meisten Verfahren laufen laut der Umfrage bei den Staatsanwaltschaften in Neuruppin und Erfurt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern sind demnach noch Verfahren gegen mutmaßliche NS-Verbrecher anhängig.  dpa

München

Schmerz und offene Fragen auch zehn Jahre nach OEZ-Anschlag

Am 22. Juli 2016 erschoss ein rechtsextremer 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun junge Menschen. Noch immer sind für die Angehörigen viele Fragen offen

von Susanne Schröder  21.07.2026

Köln

Bewährungsstrafen gegen frühere Mitglieder antisemitischen Goyim-Netzwerks

Es geht um die Beteiligung an einer Verbreitung von Judenhass-Propaganda

 21.07.2026

Höchberg

DIG-Mitglied wegen Israel-Anstecker angegriffen und schwer verletzt

Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

 21.07.2026

Beirut

USA: Erste Schritte bei »Pilotzonen« im Südlibanon

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Israel und dem Libanon. Nun verkündet das US-Außenministerium als Vermittler einen weiteren Schritt

 21.07.2026

Washington D.C.

Trump: »Netanjahu wird unter keinen Umständen festgenommen«

Der amerikanische Präsident wendet sich gegen die Aussage des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, der eine Festnahme prüfen lässt

 21.07.2026

Nahost

Israel vermutet Verlagerung von Uran-Zentrifugen in unterirdische Anlage

Experten gehen davon aus, dass sich die Tunnel rund 90 bis 137 Meter unter massivem Fels im »Pickaxe Mountain« befinden und Platz für mehrere nukleartechnische Einrichtungen bieten

 21.07.2026

London

Ed Miliband wird neuer britischer Außenminister

Wer ist der neue, jüdische Chefdiplomat Großbritanniens?

 21.07.2026

Budapest

Judit Polgár lehnt Angebot der Präsidentschaft ab

So begründet die Schachlegende ihr Nein

 21.07.2026

Washington D.C./Ramallah

USA zweifeln an erklärtem Ende des palästinensischen Terror-Renten-Systems

Das US-Außenministerium lässt sich von einer unabhängigen Überprüfung, die die Palästinenser in Auftrag gegeben hatten, nicht überzeugen

 21.07.2026