Justiz

Schoa-Leugnung nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt

Oberlandesgericht Hamm Foto: imago/Sven Simon

Das Oberlandesgericht des Landes NRW hat in einem Beschluss klargestellt, dass Hass, Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust nicht mit dem Begriff der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Auf die Mehrdeutigkeit einer Aussage komme es dabei nicht an, erklärte das Gericht am Freitag in Hamm (AZ: III-3 RVs 19/21).

Der 3. Strafsenat bestätigte damit die Verurteilung eines Mannes aus dem rechtsextremen Spektrum zu einer Geldstrafe von 900 Euro, die zuvor das Amtsgericht Bielefeld (AZ: 811 CS 189/19) gefällt und das Landgericht Bielefeld (AZ: 05 Ns 68/19) bestätigt hatte.

angeklagter Im konkreten Fall nahm der Angeklagte im November 2018 in Bielefeld an einer Sympathiekundgebung für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck teil, die Mitglieder der Partei »Die Rechte« angemeldet hatten. Auf der Veranstaltung habe er eine etwa neunminütige Rede gehalten, die weiterhin bei YouTube abrufbar sei, erklärte das Gericht.

Dabei habe er unter anderem das angebliche »Schaffen eines Mythos durch die Juden« in Bezug zu Paragraf 130 des Strafgesetzbuchs gesetzt, welcher das Leugnen des Holocaust unter Strafe stellt.

Schon der Wortlaut der Äußerung sei als Leugnung des Holocaust zu werten, erklärten die Richter in Hamm. Zuhörinnen und Zuhörer könnten und dürften die Äußerung dahingehend verstehen, beim Holocaust handele es sich um eine Erfindung der Juden. epd

Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter Büttner für schärferes Strafrecht

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat ein strengeres Strafrecht gegen Judenhass gefordert. Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter schließt sich an

 24.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Norwegen

Wandbild in Oslo ehrt palästinensische Terroristin

Ein überdimensionales Wandbild im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zeigt unter anderen die frühere PFLP-Terroristin Leila Khaled, die von der verantwortlichen Gruppe als »Widerstandskämpferin« bezeichnet wird

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Würdigung

Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini

In der Hansestadt gibt es künftig eine Esther-Bejarano-Straße und einen Jina-Mahsa-Amini-Park

 24.08.2026

Die schwedischen Linken-Politiker Hanna Gedin und Jonas Sjöstedt

Jerusalem

Israel verweigert zwei schwedischen EU-Abgeordneten die Einreise

Jonas Sjöstedt und Hanna Gedin von der schwedischen Linkspartei wollen in der vergangenen Nacht anreisen, um die Palästinensische Autonomiebehörde zu besuchen

 24.08.2026

Hand zeigt ein Smartphone mit dem ChatGPT Logo vor rotem Hintergrund

Künstliche Intelligenz

Sam Altmans ChatGPT zeigt ab heute Werbung

Einige User werden von nun an Werbung sehen. Wie werden gesuchte Antworten von Anzeigen getrennt?

 24.08.2026

MIttlerer Osten

Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten

Im Iran-Krieg wird aktuell nicht gekämpft. Washington will Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Der Iran gibt sich selbstbewusst - und droht den USA und ihren Verbündeten mit Konsequenzen

 24.08.2026