Einspruch

Mut zur Veränderung!

Boris Moshkovits Foto: Jenny Posener

Das Ergebnis der Bundestagswahl zeigt, dass Deutschland sich in den nächsten Jahren verändern soll. Es bleibt abzuwarten, ob die Chance auf einen Wandel auch genutzt wird. Die Koalitionsverhandlungen werden verschiedene Parteien und Konzepte zusammenbringen. Welche Regierung daraus resultiert, ist noch offen.

In Deutschland sind Bündnisse aus mehr als zwei Parteien immer noch selten, vor allem auf Bundesebene. In Israel dagegen bestehen Regierungen meistens aus Kompromissen vieler großer und kleiner Parteien – trotz der extremen Widersprüche innerhalb solcher politischen Bündnisse.

Wachstum Was kann Deutschland von der Start-up-Nation Israel lernen? Durch seine junge Geschichte ist Israel nicht fokussiert auf das Bewahren alter Strukturen, sondern hat stets das Wachstum und die Veränderung im Blick. Angesichts der politischen und ökologischen Herausforderungen der Region muss Israel seine Wandelbarkeit kontinuierlich unter Beweis stellen. Dieser Drang spiegelt sich in Wirtschaft und Wissenschaft zugleich wider.

Die Rettung von Kohleabbau-Arbeitsplätzen hilft zwar den unmittelbar Betroffenen, zukunftsfähig und gesellschaftlich gerecht ist man damit noch lange nicht.

Israel ist trotz seiner geringen Größe eine führende Indus­trie- und Hightech-Nation; aus Deutschland, wo die großen alten Industrien wanken, kommt technologische Innovation inzwischen immer seltener. So hilft etwa die Rettung von Kohleabbau-Arbeitsplätzen zwar den unmittelbar Betroffenen, zukunftsfähig und gesellschaftlich gerecht ist man damit noch lange nicht.

PERSPEKTIVE Neues zu ermöglichen, Altes zu überwinden, erfordert Mut, eine andere Perspektive einzunehmen. Es geht um die langfristige Schaffung neuer Chancen, um diese Regionen zu stärken und international wettbewerbsfähig zu sein.

Was unterscheidet die Menschen in diesen beiden Ländern? Inwieweit spielt auch die Identifikation mit dem eigenen Land und seinen Herausforderungen eine Rolle? In Israel gibt es das Narrativ des Aufbaus eines Landes in der Wüste hin zu den blühenden Landschaften heute. Dieses Leitbild verbindet und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl und einen Blick für eine gemeinsame Zukunft.

Wandel als Chance ist die wichtigste Lektion aus der Betrachtung Israels als politisches und wirtschaftliches Vorbild. Die nächste Bundesregierung braucht vor allem eine gemeinsame Vision, um die Menschen mitzunehmen, um gestärkt und vereint durch diese herausfordernden Zeiten des Umbruchs und der Veränderung zu kommen.

Der Autor ist Publizist und Unternehmer.

Südafrika

Rüge für Höchstrichter wegen Israel-Solidarität

Mogoeng Mogoeng muss sich wegen positiver Äußerungen zum jüdischen Staat entschuldigen

 21.01.2022

Israel

Yad Vashem lobt UN-Resolution gegen Holocaust-Verleugnung

Der von Israel und Deutschland eingebrachte Text wurde in New York einstimmig angenommen

 21.01.2022

Interview

»Die Bundesregierung blendet den Islamismus aus«

Der CDU-Innenexperte Christoph de Vries kritisiert die Gleichgültigkeit der Ampel im Kampf gegen den politischen Islam und ihre geplante Migrationspolitik

von Christoph Schmidt  21.01.2022 Aktualisiert

Antisemitismus

Zentralrat der Juden kritisiert umstrittenes BDS-Urteil

Josef Schuster: »Das Urteil ist ein Rückschlag im Kampf gegen Antisemitismus«

 21.01.2022 Aktualisiert

Antisemitismus

Geiselnehmer in texanischer Synagoge offenbar geistig gestört

Die US-Ermittlungsbehörden rekonstruieren derzeit einen Zeitplan über die Bewegungsabläufe des Angreifers

 21.01.2022

Vereinte Nationen

UN-Gremium billigt zweiten israelischen Antrag in 73 Jahren

Die Vollversammlung nimmt eine Resolution an, die die Leugnung der Schoa verurteilt - nur ein Land war dagegen

von Michael Thaidigsmann  21.01.2022

CDU

Laschet will als Abgeordneter Schwerpunkt auf Israel legen

Scheidender Vorsitzende möchte die Annäherung Israels und der arabischen Welt fördern

 21.01.2022

Resolution

UN-Vollversammlung prangert Schoa-Leugnung an

Der von Israel und Deutschland gemeinsam eingebrachte Text wurde einstimmig angenommen

 20.01.2022

Diplomatie

»Iran dreht an der nuklearen Spirale der Eskalation«

Außenministerin Baerbock wirft dem Iran vor, die Verhandlungen über das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe zu unterlaufen

 20.01.2022