bayern

München: Frau beleidigt jüdische Kinder als »Scheiß-Juden«

Der Vorfall ereignete sich in der Münchner Innenstadt. Foto: IMAGO/Rolf Poss

In München ist es, wie erst jetzt bekannt wurde, am vergangenen Freitag zu einem antisemitischen Vorfall gekommen. Eine Gruppe von Kindern samt ihren Betreuern wurde von einer Passantin als »Scheiß-Juden« beschimpft und mit anderen unflätigen Ausdrücken bedacht. Laut Polizeibericht »bedrohte und beleidigte sie die Gruppe in antisemitischer Art und Weise.«

Bei der Täterin handelt es sich um eine 57-Jährige, bei der Gruppe um überwiegend jüdische Kinder im Grundschulalter, die an einem Ferienprogramm der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern teilnahmen. Sie hatten sich am Freitagmorgen gegen 8 Uhr am Treffpunkt beim Sendlinger Platz eingefunden.

Nach der Tat rief die Gruppe die Polizei. Die Tatverdächtige konnte kurze Zeit später festgenommen werden. Es ist noch unklar, warum die Frau die Kinder und ihre Betreuer als jüdisch identifizieren konnte. Ein Grund könnte sein, dass Mitglieder der Gruppe Hebräisch sprachen.

Das Dezernat der Münchner Kriminalpolizei, in dem auch die Staatsschutzdelikte angesiedelt sind, hat Ermittlungen eingeleitet wegen Bedrohung und Beleidigung. Ein Sprecher der Polizei sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Münchnerin sei bereits mehrmals in der Vergangenheit wegen verschiedener strafrechtlicher Vergehen aufgefallen. mth

Wahl in Sachsen-Anhalt

Bundesrat sieht sich gewappnet für mögliche AfD-Regierung

Den Bundestag mischt die AfD regelmäßig auf. Könnte sie das auch mit dem Bundesrat tun, wenn sie in Sachsen-Anhalt den Regierungschef stellen sollte? Der Bundesratspräsident bleibt gelassen

 14.08.2026

Nahost

Angriff auf Schiffe: Lage am Golf weiter angespannt

Im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran wurde ursprünglich eine Einigung innerhalb von 60 Tagen angestrebt. Doch eine Lösung des Konflikts scheint ungewiss. Gibt es Fortschritte?

 14.08.2026

Boston

Gericht weist Klage der US-Regierung gegen Harvard ab

Trumps Regierung kassierte bereits im vergangenen Jahr in einem rechtlichen Streit mit der Elite-Uni eine Niederlage. Nun scheitert sie erneut vor Gericht. Im Zentrum stand ein Antisemitismus-Vorwurf

 14.08.2026

Exklusiv

Causa Georg Restle: Jetzt meldet sich WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu Wort

Felix Schotland, Mitglied im WDR-Rundfunkrat und im Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, beschwerte sich über einen X-Post des Journalisten Georg Restle. Nun bekam er eine Antwort

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Florida

»Es geht um uns gegen den Juden«: Antisemitische Hetze im Wahlkampf

»Unsere Regierung ist nichts anderes als ein Werkzeug für jüdische Vorherrschaft«, schreibt der republikanische Vorwahl-Kandidat und Influencer Dan Bilzerian

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Geburtstag

Romani Rose wird 80: »Nie vergessen, zu welcher Unmenschlichkeit Menschen fähig sind«

Romani Rose kämpft gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Der Minderheitenschutz ist für ihn eine tragende Säule der Demokratie. Nun wird der Heidelberger Bürgerrechtler 80 Jahre alt - und will weiter mitmischen

von Volker Hasenauer  13.08.2026

Meinungsfreiheit

Wenn Juden plötzlich Nazis sein sollen

Ein Gericht erklärt die Gleichsetzung von Hakenkreuz und Davidstern für zulässig. Kritiker sind irritiert

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026