Afrika

Messerangriff auf Journalisten

Zentrum von Libreville, der Hauptstadt von Gabun Foto: dpa

In Libreville, der Hauptstadt des zentralafrikanischen Landes Gabun, hat ein mutmaßlicher Islamist aus Nigeria am Samstag zwei Journalisten des US-Magazins »National Geographic« mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

Der Verteidigungsminister des Landes, Etienne Massard, sagte am Wochenende, der Täter habe »Rache für US-Angriffe auf Muslime und die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch Amerika« nehmen wollen.

Markt Der den Angaben zufolge 53 Jahre alte Angreifer ging auf einem bei Touristen beliebten Markt auf die Journalisten los, die dänische Staatsbürger sind. Während er die Reporter angriff, rief er »Allahu Akbar«. Anwohner sagten laut einem Medienbericht, der Mann gehöre einer muslimischen Gemeinde an. Auf dem Markt und in der Stadt habe er Grillfleisch verkauft.

Die Polizei nahm am Sonntag Dutzende von Menschen in der Umgebung des Marktes fest, die meisten von ihnen Händler. Der Markt wurde geschlossen. In dem dünn besiedelten Land Gabun, in dem Französisch Amtssprache ist, leben fast zwei Millionen Menschen. Bisher war Gabun von islamistischen Attacken verschont geblieben.

Krankenhaus
Die beiden Journalisten wurden in ein Krankenhaus gebracht. National Geographic teilte mit: »Wir sind sehr traurig darüber, Berichte zu bestätigen, laut denen die beiden dänischen Bürger, die in Gabun schrecklicherweise angegriffen wurden, zur Familie von National Geographic gehören.«

Das Magazin sei in direktem Kontakt mit den Opfern und der dänischen Produktionsfirma, von der die Männer angestellt wurden. »Unser Hauptziel ist es, ihre Gesundung zu unterstützen und sie sicher nach Dänemark zurückzubringen«, hieß es weiter. ag

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