Diplomatie

Medaillen für die Freundschaft

Auch nach dem offiziellen Abschluss des 50-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, wurde es in der israelischen Botschaft in Berlin am Dienstagabend noch einmal ein wenig feierlich.

Auf einem festlichen Empfang wurden insgesamt 50 Institutionen und Organisationen aus verschiedensten Bereichen dafür ausgezeichnet, dass sie das vergangene Jubiläumsjahr zu einem interessanten, emotionalen und abwechslungsreichen Fest der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel gemacht haben.

Versöhnung Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der die erste Medaille stellvertretend für das Auswärtige Amt in Empfang nahm, lobte das vergangene Jahr als ein »großartiges Fest«. Die 50 Jahre deutsch-israelischer Beziehungen stünden für »den langen Weg, den wir Deutschen zusammen mit den Israelis heraus aus den dunklen Gräben der Vergangenheit gegangen sind, hinein in Frieden, Versöhnung – und ich hoffe zu sagen zu dürfen: Freundschaft«, so Steinmeier zu Beginn der Feierstunde.

Der Gastgeber des Abends, der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, bedankte sich bei allen Beteiligten »zum Abschluss eines hervorragenden bilateralen Jahres« und sagte in Richtung all der Menschen, die sich an den Veranstaltungen um das Jubiläumsjahr beteiligt hatten: »Alle Achtung!«.

Auch Zentralratspräsident Josef Schuster freute sich über den gelungenen Abschluss des Jubiläumsjahres: »Die hier vertretenen Preisträger spiegeln die Reichhaltigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen wider«, sagte Schuster. Die Medaille nahm Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats entgegen.

Neben dem Auswärtigen Amt und dem Zentralrat der Juden bekamen noch 48 weitere Institutionen und Organisationen aus Politik, Kultur, Medien, Wirtschaft und Sport eine Medaille verliehen. So zum Beispiel die Städte Frankfurt am Main und Leipzig, die Deutsche Telekom, der mehrfache Deutsche Meister im Frauenfußball, der 1. FFC Turbine Potsdam und die Jüdische Allgemeine.

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

Karl Lauterbach hält den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke in Neukölln für gerechtfertigt. Dennoch warnt er vor einer Gleichsetzung mit der AfD

 09.10.2026

Washington D.C.

Trump: Bis zu den Midterms keine Angriffe auf Iran

Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026