Bergen-Belsen

Lernort jetzt öffentlich zugänglich

Blumenkränze liegen vor dem Obelisken an der Inschriftenwand während der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen (19. April 2020) Foto: dpa

Der neue Lernort der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen in einer ehemaligen Mannschaftsbaracke der Wehrmacht ist jetzt öffentlich zugänglich. Das Gebäude »M.B. 89« (Mannschaftsblock 89) liegt auf dem Gelände der Niedersachsen-Kaserne in Bergen-Hohne bei Celle.

ZUFAHRT Das Areal ist nun mit einem Zaun vom militärisch genutzten Teil der Kaserne abgetrennt und hat eine eigene Zufahrt, wie die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten mitteilte. In dem Gebäude erinnert eine Ausstellung an die Geschichte der Wehrmacht und der Kaserne, die eng mit der des benachbarten Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagers verknüpft ist.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Ausstellung »Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht und die Kaserne Bergen-Hohne« informiert den Angaben zufolge zudem allgemein über die Mitwirkung der Wehrmacht an den Verbrechen im Nationalsozialismus.

Auch die umliegenden Bauten, in denen zwischen 1940 und 1950 zunächst die Wachmannschaften des Kriegsgefangenenlagers Bergen-Belsen, dann KZ-Häftlinge und schließlich Displaced Persons untergebracht waren, können von außen besichtigt werden.

KASERNE Das NS-Regime baute 1935 im Zuge seiner Aufrüstungs- und Kriegspolitik in Bergen-Hohne einen Truppenübungsplatz und die Kaserne. 1940 wurde in der Nähe das Kriegsgefangenlager und 1943 das Konzentrationslager Bergen-Belsen eingerichtet.

Im April 1945 brachte die SS zudem in der Kaserne rund 15.000 Menschen unter, die die Deutschen auf ihrem Rückzug aus dem KZ Mittelbau-Dora im Harz nach Bergen-Belsen getrieben hatten. Nach der Befreiung lebten in der Kaserne heimatlos gewordene ehemalige KZ-Häftlinge, die auf eine Möglichkeit warteten, Deutschland zu verlassen. 

In Bergen-Belsen starben während der NS-Zeit und in den Wochen nach der Befreiung rund 20.000 Kriegsgefangene und mehr als 52.000 Häftlinge des Konzentrationslagers an Hunger, Durst und Seuchen, durch Übergriffe der SS oder an den Folgen der Haft. epd

Weimar

Hinter jedem Baum ein Mensch

Institutionen und Vereine aus ganz Deutschland pflanzen weitere Bäume für das Gedenkprojekt »1000 Buchen«

 07.12.2022

Terrorismus

Josef Schuster: »Das Ausmaß dieses Netzwerkes ist erschütternd«

Der Zentralratspräsident sieht angesichts der Terrorvorwürfe gegen sogenannte Reichsbürger eine reale Gefahr von rechts

 07.12.2022 Aktualisiert

WM in Katar

Palästina-Fahne bei Marokko-Jubel

Nach ihrem Sieg über Spanien zeigten die marokkanischen Spieler nicht nur ihre eigene Nationalflagge

 07.12.2022

Abraham Geiger Kolleg

Schwere Vorwürfe

Vorläufiger Untersuchungsbericht beschreibt Fehlverhalten von Rabbiner Walter Homolka

von Detlef David Kauschke  07.12.2022 Aktualisiert

Meinung

Islamkonferenz: Heiße Eisen anpacken

Die DIK ist zu einer tarifvertragsähnlichen Veranstaltung zwischen Islamverbänden und Staat verkommen. Das führt zu nichts. Es braucht einen neuen Anlauf

von Volker Beck  07.12.2022

Berlin

Zentralrat: Juden und Muslime Brücke für Ukraine-Flüchtlinge

Josef Schuster betont Leistung der Gemeinden bei der Aufnahme der vielen Geflüchteten

 07.12.2022

Berlin

Mehr als zwei antisemitische Vorfälle pro Tag

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus hat ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2022 veröffentlicht

 06.12.2022

Antisemitismus

»Sie nannten uns Mörder«

Tal Shorrer über seine negativen Erfahrungen als israelischer Reporter bei der Fußball-WM in Katar

von Joshua Schultheis  06.12.2022

Justiz

Nebenklagevertreter gegen Bewährungsstrafe

Die frühere Sekretärin im KZ Stutthof soll sich der Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen schuldig gemacht haben

 05.12.2022