Geschichte

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg: NS-Symbole immer noch an Gebäuden

An der Fassade des 1938 erbauten Amtsgerichts in Bingen ist ein Reichsadler über dem Haupteingang angebracht. Foto: picture alliance/dpa

In Hessen sind anders als etwa im benachbarten Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg nach amtlichen Angaben keine historischen NS-Symbole mehr an Gebäuden des Landes bekannt.

»Mit Blick auf die Liegenschaften im Eigentum des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) liegen keine Kenntnisse vor, dass an Gebäuden gegenwärtig noch Symbole oder Schriftzüge aus der Zeit des Nationalsozialismus festzustellen wären«, teilte LBIH-Sprecher Alexander Hoffmann-Glassneck der Deutschen Presse-Agentur mit.

78 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes ergänzte er: »Selbstredend befinden sich im Bestand des LBIH verschiedene Immobilien mit einer langen Geschichte, die auch Nutzungen zu Zeiten des Nationalsozialismus einschließt. Eventuell ehemals vorhandene Symbole oder Schriftzüge aus dieser Zeit wurden üblicherweise entfernt.«

Reichsadler In Rheinland-Pfalz prangt dagegen laut Mainzer Finanzministerium noch an drei Gebäuden des Landes NS-Symbolik: ein Reichsadler am Amtsgericht in Bingen sowie je eine Adlerfigur am Finanzamt in Alzey und - zeitlich nicht genau der NS-Zeit zuordenbar - am Service-Center des Mainzer Finanzamts.

Das baden-württembergische Finanzministerium nennt ebenfalls NS-Symbole an drei Landesgebäuden: je einen Reichsadler am Finanzamt Ulm und in der Stadthalle in Maulbronn sowie den Schriftzug »Dem ewigen Deutschtum« am Kollegiumgebäude I der Uni Freiburg. Der baden-württembergische SPD-Abgeordnete Martin Rivoir fordert die vollständige Entfernung solcher Symbolik: »Nationalsozialistische Symbole haben auf öffentlichen Gebäuden nichts zu suchen.« dpa

Nahost

Angriff auf Schiffe: Lage am Golf weiter angespannt

Im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran wurde ursprünglich eine Einigung innerhalb von 60 Tagen angestrebt. Doch eine Lösung des Konflikts scheint ungewiss. Gibt es Fortschritte?

 14.08.2026

Boston

Gericht weist Klage der US-Regierung gegen Harvard ab

Trumps Regierung kassierte bereits im vergangenen Jahr in einem rechtlichen Streit mit der Elite-Uni eine Niederlage. Nun scheitert sie erneut vor Gericht. Im Zentrum stand ein Antisemitismus-Vorwurf

 14.08.2026

Exklusiv

Causa Georg Restle: Jetzt meldet sich WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu Wort

Felix Schotland, Mitglied im WDR-Rundfunkrat und im Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, beschwerte sich über einen X-Post des Journalisten Georg Restle. Nun bekam er eine Antwort

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Florida

»Es geht um uns gegen den Juden«: Antisemitische Hetze im Wahlkampf

»Unsere Regierung ist nichts anderes als ein Werkzeug für jüdische Vorherrschaft«, schreibt der republikanische Vorwahl-Kandidat und Influencer Dan Bilzerian

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Geburtstag

Romani Rose wird 80: »Nie vergessen, zu welcher Unmenschlichkeit Menschen fähig sind«

Romani Rose kämpft gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Der Minderheitenschutz ist für ihn eine tragende Säule der Demokratie. Nun wird der Heidelberger Bürgerrechtler 80 Jahre alt - und will weiter mitmischen

von Volker Hasenauer  13.08.2026

Meinungsfreiheit

Wenn Juden plötzlich Nazis sein sollen

Ein Gericht erklärt die Gleichsetzung von Hakenkreuz und Davidstern für zulässig. Kritiker sind irritiert

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Hamburg

Haftbefehl gegen AfD-Politiker wegen offener Böhmermann-Kosten

Maximilian Krah bezeichnete den Satiriker als »einen Widerling« und erklärte, er zahle deshalb »nur widerwillig«

 13.08.2026