Antisemitismus

Kampf gegen Judenhass auch im Privaten

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: dpa

Religionsvertreter haben sich dafür ausgesprochen, den Kampf gegen Antisemitismus auch in die privaten Lebenswelten der Menschen zu holen. »Im Freundeskreis, am Stammtisch – überall, wo Judenwitze gemacht oder auch fremdenfeindlich geredet wird«, müsse deutlich widersprochen werden, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei einer Podiumsdiskussion der Evangelischen Akademie Tutzing, die am Sonntag ab 21 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt wird.

verantwortung Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bedford Strohm, wies laut einer Mitteilung der Akademie von Donnerstag darauf hin, dass sich alle Menschen, die öffentlich auftreten, »in einer besonderen Verantwortung« befänden. Sie alle müssten verhindern, dass »Unsagbares gesagt wird«.

Der Bischof ging in dem Gespräch, das unter dem Titel Antisemitismus – ein resistenter Virus? aufgezeichnet wurde, auch auf die besondere Verantwortung von Christen ein. Der im Christentum verwurzelte Antijudaismus, der über Jahrhunderte tradiert worden sei, mache ihn »heute noch fassungslos«. Christen könnten nur Teil der Lösung werden, wenn sie den Fakt anerkennen, auch Teil des Problems zu sein.  kna

Die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion wird am 3. November um 21 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt.

Justiz

Historiker im KZ-Prozess: SS-Wachen waren an Erschießungen beteiligt

Mehr als 200.000 Menschen waren zwischen 1936 und 1945 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Bewacht wurden sie von Menschen wie Josef S. Der 101-Jährige steht dafür jetzt vor Gericht

von Lukas Philippi  03.12.2021

Einwanderungsgesellschaft

Bundespräsident verleiht Verdienstorden

Zu den Ausgezeichneten gehören unter anderem KIgA und das Jugendbildungswerk »Open Mind«

 03.12.2021 Aktualisiert

Medien

Antisemitismusvorwürfe: DW stellt Mitarbeiter während Prüfung frei

Geprüft werden die Anschuldigungen von Ahmad Mansour und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

 03.12.2021

Brüssel

EU-Verfahren gegen Deutschland

Europäische Kommission: Ähnlich wie in Ungarn oder Luxemburg wurde nicht genug gegen Hassrede getan

 02.12.2021

Auffrischungsimpfung

Israelischer Experte übt massive Kritik an Ständiger Impfkommission

Ronni Gamzu bemängelt die Langsamkeit der Deutschen

 02.12.2021

KZ Sachsenhausen

Angeklagter streitet Vorwürfe weiter ab

Wahrscheinlich einer der letzten noch lebenden potenziellen Täter steht seit Oktober vor Gericht

 02.12.2021

Bayern

Generalstaatsanwalt prüft AfD-Chatgruppe

Am Mittwoch war durch einen Bericht des Bayerischen Rundfunks bekannt geworden, dass Teilnehmer der »Alternativen Nachrichtengruppe Bayern« unter anderem über gewalttätige Proteste und einen Bürgerkrieg in Deutschland diskutiert hatten

 02.12.2021

Antisemitismus

Weltverband will weitere Konsequenzen aus Israel-Boykott Malaysias ziehen

Israels Team durfte nicht zur WM anreisen. Jetzt kündigt der Weltsquashverband eine Überprüfung des Vorgangs an

von Michael Thaidigsmann  02.12.2021

Antisemitismus

Bund: Vorwürfe schnell aufklären

Beauftragte für Kultur und Medien nimmt aktuelle Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Deutschen Welle »sehr ernst«

 02.12.2021