Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat drei Jahre nach dem Massaker der Terrororganisation Hamas im Süden Israels zum Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. »Jüdinnen und Juden müssen in unserem Land frei und sicher leben können«, sagte Klöckner zu Beginn einer Bundestagssitzung in Berlin. »Das ist selbstverständlich, sollte selbstverständlich sein.« Antisemitismus dürfe keinen Platz haben auf den Straßen, ebenso wenig wie in politischen Debatten. »Aber leider, sind wir ehrlich, ist doch die Realität anders, erschreckend anders«, sagte Klöckner.
»Ob rechtsextrem, linksextrem oder islamistisch begründet, Extremisten wollen, dass wir uns an die Stigmatisierung von Juden gewöhnen. Aber ich bin davon überzeugt, die Mehrheit der Menschen in unserem Land, die tut das nicht. Nur sind wir nicht immer laut und klar genug.« Antisemiten müssten in die Schranken gewiesen werden. dpa
