London

JD Vance beschimpft Nick Fuentes

Vizepräsident JD Vance Foto: picture alliance / REUTERS

US-Vizepräsident JD Vance hat den rechtsextremen Aktivisten Nick Fuentes scharf kritisiert, sich jedoch nicht eindeutig von dessen Anhängerschaft distanziert. In einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung »The Daily Mail« erklärte Vance, Fuentes habe mit rassistischen Angriffen auf seine Familie eine Grenze überschritten. Die Publikation zitierte Vance mit den Worten: »Er soll Scheiße fressen.« Dies war seine Reaktion auf persönliche Attacken, die sich unter anderem gegen seine Frau und Kinder richteten.

Gleichzeitig wich Vance Fragen zu den sogenannten »Groypers« aus, einer antisemitischen Bewegung junger Anhänger von Fuentes. Auf die Frage, ob diese Gruppe innerhalb der Republikanischen Partei toleriert werden sollte, reagierte er ausweichend und sagte: »Ich weiß nicht, was das bedeutet«, und verwies darauf, dass Menschen die Partei unterstützen oder eben nicht.

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Fuentes gilt als einflussreicher Akteur in der US-amerikanischen rechtsextremen Szene und hat in der Vergangenheit mit Holocaust-Leugnung und rassistischen Aussagen Aufmerksamkeit erregt. Er hatte zudem angekündigt, eine mögliche Präsidentschaftskandidatur von Vance sabotieren zu wollen, falls sich dieser sich öffentlich von seinen Unterstützern distanziere. In einem Video drohte Fuentes, Aktivisten gezielt in Vorwahlstaaten zu mobilisieren, um Vance politisch zu schaden.

Vance betonte gegenüber der britischen Zeitung, er lehne jede Form von Rassismus und Antisemitismus ab: »Judenhass ist widerlich«, sagte er und ergänzte, niemand solle wegen Hautfarbe oder Herkunft angegriffen werden. Seine Haltung beschrieb er als moralische Grundposition, die unabhängig von parteipolitischen Erwägungen gelten müsse. im

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