Teheran

Iran will angeblichen Informanten hinrichten

Am 3. Januar 2020 wurde der iranische General Soleimani durch einen US-Drohnenschlag getötet. Daraufhin gab es Proteste (hier: in Pakistan) Foto: imago images/ZUMA Press

Der Iran will schon bald einen Mann hinrichten, dem vorgeworfen wird, Informationen über den Aufenthaltsort des Kommandeurs der Revolutionsgarden, Qassam Soleimani, an die USA und Israel weitergegeben zu haben. Soleimani wurde Anfang Januar diesen Jahres durch einen amerikanischen Drohnenschlag in Bagdad getötet.

Ein iranischer Justizsprecher sagte, bei dem Mann handele es sich um Mahmoud Mousavi-Majd. Weitere Angaben zur Person wurden zunächst nicht herausgegeben. Der Sprecher gab an, Mousavi-Majd habe die Aufenthaltsorte Soleimanis an Amerikaner und Israelis verraten und mit »der CIA und dem Mossad« in Verbindung gestanden. Er sei dafür von einem Gericht zum Tode verurteilt worden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

DRONENSCHLAG Am 3. Januar wurde der Konvoi Soleimanis mit einer Drohne am Flughafen der irakischen Hauptstadt bombardiert. Dabei starben neben dem einflussreichen iranischen General auch der Kommandeur einer proiranischen Miliz im Irak und fünf weitere Personen.

Der Iran feuerte daraufhin eine Rakete auf US-Militärstützpunkte im Irak ab. Außerdem wurde vom Iran versehentlich eine ukrainische Passagiermaschine kurz nach dem Verlassen des Flughafens Teheran abgeschossen. Dabei kamen 176 Menschen ums Leben. mth

Justiz

Nebenklagevertreter gegen Bewährungsstrafe

Die frühere Sekretärin im KZ Stutthof soll sich der Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen schuldig gemacht haben

 05.12.2022

Perspektive

Missverständnis auf mehreren Ebenen

Droht eine Einschränkung der Kunstfreiheit? Unser Autor analysiert die Debatte über Antisemitismus und Kultur

von Samuel Salzborn  03.12.2022

Haushalt

Widerstand aus Bundesländern gegen Härtefallfonds

Bund und Länder streiten über Finanzierung der Hilfen für jüdische Kontingentflüchtlinge

 03.12.2022

Schleswig-Holstein

Beauftragter für Antisemitismus in der Kritik

Gerhard Ulrich wird vorgeworfen, in der Vergangenheit einseitig gegen Israel Stellung bezogen zu haben

von Joshua Schultheis  02.12.2022

Karlsruhe

Bundesanwaltschaft ermittelt zu Synagogen-Anschlägen

Details zu Hintergründen noch nicht benannt – »Bedrohungslage« gegen Zentralratspräsident Josef Schuster

 03.12.2022 Aktualisiert

Sachsen

»Als Richter nicht mehr tragbar«

Urteil des Leipziger Dienstgerichts zu dem als rechtsextrem eingestuften früheren AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier

 02.12.2022

New York

UN-Vollversammlung für »Nakba«-Gedenkfeier

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen bezeichnete den Beschluss als »beschämend«

 01.12.2022

Nordrhein-Westfalen

Polizeipräsenz vor jüdischen Einrichtungen erhöht

Innenministerium: »Aufgrund der Gesamtentwicklung« Schutzmaßnahmen »landesweit angepasst«

 01.12.2022

Einspruch

Teil der Erinnerungskultur

Alexander Friedman sieht Putins Krieg gegen die Ukraine als Fortsetzung des Holodomor

von Alexander Friedman  01.12.2022