Claims Conference

»Investition in die Menschlichkeit«

Zentralratspräsident Dieter Graumann Foto: Rafael Herlich

Claims Conference

»Investition in die Menschlichkeit«

Zentralratspräsident Dieter Graumann begrüßt die Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Schoa-Überlebende

 29.05.2013 12:16 Uhr

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hat die Erhöhung der Finanzhilfen für die häusliche Pflege von Holocaust-Opfern als »eine ganz konkrete Investition in die Menschlichkeit« begrüßt.

Zu der zwischen der Jewish Claims Conference und dem Bundesfinanzministerium getroffenen Vereinbarung sagte Graumann: »Viele der Schoa-Überlebenden leben leider unterhalb der Armutsgrenze und sind auf diese finanzielle Hilfe mehr als angewiesen. Die lobenswerte Entscheidung zur Aufstockung der Beträge zeugt daher vom großen Verantwortungsbewusstsein der Bundesregierung. Das würdigen wir ausdrücklich.«

Zuwendung Es sollte aber zugleich unser aller Anliegen sein, den Überlebenden einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen, so Graumann weiter. Neben der essenziellen finanziellen Zuwendung sollte dabei auch die menschliche Zuwendung nicht vergessen werden. »Dazu gehört es, diesen Menschen sensibel zuzuhören, um ihre persönlichen Geschichten in die Zukunft weiterzutragen. Das bleibt immer unsere gemeinsame Verpflichtung.«

Die Jewish Claims Conference hat in ihrer jüngsten Verhandlungsrunde mit der deutschen Bundesregierung vereinbart, dass Berlin zusätzliche Zuwendungen für Schoa-Überlebende in Höhe von rund 800 Millionen Euro finanziert. Das Geld soll vor allem für die häusliche Pflege von zum Teil hoch betagten Holocaust-Opfern verwendet werden. Damit ist das sogenannte Homecare-Projekt gesichert, in dessen Rahmen die Claims Conference derzeit rund 56.000 Überlebende in 46 Ländern sozial, medizinisch und mit Nahrungsmitteln versorgt. Die erhöhten Zahlungen der Bundesregierung ermöglichen es, ab 2014 weltweit weiteren 90.000 Schoa-Überlebenden mit Sozialprogrammen und Transportzuschüssen zu helfen. ja

Golf von Oman

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Immer wieder greifen der Iran und die USA gegenseitig Handelsschiffe und Tanker an. Was ist nun passiert?

 15.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD verhandeln wieder

Das von den Sondierern beschlossene Antisemitismus-Papier soll auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden

 15.10.2026

Debatte um Erklärung

Hickhack bei Rot-Grün-Rot: Das steht in den Antisemitismus-Papieren

Die Berliner Regierungsbildung stockt, nachdem die Linke im Abgeordnetenhaus ein eigenes Papier zum Kampf gegen Antisemitismus gebilligt hat. Wo sich die zwei Erklärungen unterscheiden

 14.10.2026

Umfrage

66 Prozent der Unionswähler für Prüfung von AfD-Verbot

Eine Campact-Umfrage zeigt, dass die Wähler der Unionsparteien mehrheitlich für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens sind. Auch eine Koalition mit der AfD wird von Anhängern der Mitte-Parteien deutlich abgelehnt

 14.10.2026

Sachsen-Anhalt

Eine Woche voller Eklats

Nach der Wahl des Landtagspräsidiums bröckelt die »Brandmauer« in der CDU weiter. Das Gedenken in Halle bot einen Vorgeschmack auf ein Land unter AfD-Regierung

von André Anchuelo  14.10.2026

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU)

Landtag von Sachsen-Anhalt

Ministerpräsidenten-Wahl: CDU will im dritten Wahlgang im Plenarsaal sein

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt will die CDU den Plenarsaal zunächst verlassen. Für einen möglichen dritten Wahlgang kündigt Fraktionschef Sven Schulze ein anderes Vorgehen an. AfD und BSW beschließen derweil einen Antrag zur Ukraine

 14.10.2026

Berlin

»Eine gute Wahl«: Bundesregierung ernennt von Schnurbein zur Beauftragten für jüdisches Leben

Die 52-jährige EU-Beamtin ist am Mittwoch offiziell zur Nachfolgerin von Felix Klein bestellt worden. Aus den jüdischen Verbänden und Gemeinden kamen unisono positive Reaktionen

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Banaszak: Emdes Fraktions-Aus war Grundlage für Sondierungen

Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr betont hingegen, dass ihre Partei weiter »am Tisch sitzt« und auf eine Erklärung der Linken wartet

 14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Bundeschefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer Fraktion zu Antisemitismus dennoch für ausreichend

 14.10.2026