Teheran

International gesuchter Ex-Boss der »Hells Angels« im Iran getötet

Foto: picture alliance / empics

Im Iran ist ein international gesuchter früherer Boss des Rockerclubs »Hells Angels« getötet worden. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, kam Ramin Y., der zeitweise in Nordrhein-Westfalen gelebt haben soll, nach ersten Informationen bei einem »persönlichen Konflikt« ums Leben.

Es dürfte sich um den früheren Chef der »Hells Angels« in Mönchengladbach handeln, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen soll - und der international wegen Mordes und Mordversuchs gesucht wurde.

Tasnim wies zugleich Berichte zurück, denen zufolge Israel für die Tötung des Mannes verantwortlich sein soll. Iranische Exil-Medien hatten zuvor berichtet, dass Y. als mutmaßliches Mitglied der mächtigen iranischen Revolutionsgarden Ziel eines Mordanschlags gewesen sein soll. Aus Israel gab es zunächst keine direkte Bestätigung.

Bei dem Toten dürfte sich um den Mann handeln, der im Dezember vom Oberlandesgericht Düsseldorf als Auftraggeber für einen Brandanschlag auf eine Bochumer Schule benannt wurde, der eigentlich einer benachbarten Synagoge gelten sollte. Nach Überzeugung des Gerichts ging die Tat auf eine staatliche iranische Stelle zurück.

Y. war auch Hauptverdächtiger im Fall eines ermordeten und zerstückelten Rockers, dessen Arm in einem Duisburger Hafenbecken trieb. dpa/ja

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