Zentralrat

»Ich werde ein weiteres Mal kandidieren«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Zentralrat

»Ich werde ein weiteres Mal kandidieren«

Josef Schuster bewirbt sich nach vier Jahren erneut um das Amt des Präsidenten

 24.10.2018 13:16 Uhr

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, will erneut für das Amt kandidieren. »Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gekommen, meinen Hut nochmals in den Ring zu werfen. Wir werden sehen, wie die Ratstagung und das neu gewählte Präsidium entscheiden«, sagte er dieser Zeitung in einem Interview. Schuster steht seit vier Jahren an der Spitze des Dachverbandes.

Als Ziele für weitere vier Jahre nannte Schuster unter anderem die Einführung von Rabbinern bei der Bundeswehr, ein bundesweites Meldesystem für antisemitische Vorfälle und die Realisierung der Pläne für eine Jüdische Akademie. Es brauche eine gewisse Zeit, bis man in den politischen Betrieb hineinfindet, so Schuster.

amtszeit »Deshalb gehe ich davon aus, dass eine zweite Amtszeit mit der gleichen Person an der Spitze für den Zentralrat und die jüdische Gemeinschaft von Vorteil wäre. Insofern werde ich ein weiteres Mal kandidieren«, erklärte er.

Josef Schuster wurde im November 2014 zum Präsidenten des Zentralrats der Juden gewählt. Alle vier Jahre entscheiden die Ratsversammlung und das Direktorium des Zentralrats über die Besetzung des Präsidiums, das aus seiner Mitte den Präsidenten und zwei Vizepräsidenten wählt. Die Präsidentschaft ist ein Ehrenamt. Die nächste Ratsversammlung findet am 25. November in Frankfurt am Main statt.

Lesen Sie ein ausführliches Interview mit Josef Schuster zu seiner Kandidatur in unserer Ausgabe am Donnerstag.

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026