Justiz

Holocaust-Leugnerin Haverbeck ist nach verbüßter Strafe wieder frei

Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck auf dem Weg zu einem Prozess im Februar 2016 Foto: dpa

Die wiederholt wegen Volksverhetzung angeklagte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck hat am Donnerstag das Gefängnis in Bielefeld verlassen. Nach zweieinhalb Jahren im geschlossenen Vollzug habe sie ihre volle Haftstrafe wegen Volksverhetzung verbüßt, sagte ein Sprecher der Anstalt.

VOLKSVERHETZUNG Das Landgericht Detmold hatte die 91-Jährige aus Vlotho in Ostwestfalen in zwei Fällen zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Landgericht Verden in Niedersachsen hatte sie wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Beide Haftstrafen waren zu einer Gesamtstrafe von zweieinhalb Jahren zusammengezogen worden, die sie seit Mai 2018 in Bielefeld absaß.

Haverbeck wurde bereits mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilt. Weitere Verfahren an Gerichten in Hamburg und Berlin sind noch anhängig. Sie behauptete wiederholt, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das Lager befreit. Allein in Auschwitz waren etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden.

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