Herrenberg

Holocaust-Ausstellung mit Nazi-Symbolen geschändet

Die Ausstellung von Luigi Toscano wurde bereits 2019 in Wien beschädigt (Archivfoto) Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Im baden-württembergischen Herrenberg soll ein 12-jähriger Junge Fotografien von Holocaust-Überlebenden mit Nazi-Symbolen beschmiert haben. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Es handelt sich um Bilder des deutsch-italienischen Fotografen Luigi Toscano, der in Mannheim lebt. Seine Schau »Gegen das Vergessen« wurde schon an vielen Orten in der Welt ausgestellt - darunter auch vor dem UNO-Gebäude in New York City. Die insgesamt 400 Fotografien, von denen stets nur ein Teil zu sehen ist, sind großformatig und beeindruckend.

Hakenkreuze Wie der SWR berichtete, bestätigte die örtliche Polizei, dass es sich bei dem Verdächtigen um ein Kind handelt. Er schmierte Hakenkreuze und Hitler-Schnauzbärte auf vier der Bilder, die auf dem Hof der Jerg-Ratgeb-Realschule ausgestellt sind.

Toscano hatte die Schule am Dienstag besucht. Dem SWR sagte er, er habe die Ausstellung zunächst beenden wollen, sei aber von zwei Schülern gebeten worden, die Fotografien noch bis Mitte Oktober hängen zu lassen. Es sei gerade jetzt wichtig, Haltung zu zeigen, so der Künstler.

Laut Polizei hat der 12-Jährige die Tat gestanden. Von einer politischen Motivation werde nicht ausgegangen. Der Sachschaden beträgt 2000 Euro. ja

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026

USA

Fall Mahmoud Khalil: Abschiebung wieder möglich

Die Trump-Administration erzielt in einem aufsehenerregenden Einwanderungsverfahren einen juristischen Erfolg

 16.01.2026

Berlin

Jungpolitiker fordern entschlossenes Handeln gegen iranisches Regime

Mehrere Parteijugenden schließen sich der Forderung des Jungen Forum der DIG nach einem entschlossenen politischen Handeln der Bundesregierung und der EU an – mit dem Ziel eines Regimewechsels in Teheran

 16.01.2026