Polizei

Hessen: Spezialeinsatzkommando wird neu geordnet

Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Frankfurt beim Schießtraining Foto: imago images/Michael Schick

Nach der Auflösung des SEK Frankfurt werden die Spezialeinsatzkommandos der hessischen Polizei völlig neu geordnet und künftig zentral geführt. Das gab Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden nach entsprechenden Empfehlungen eines von ihm eingesetzten Expertenstabs bekannt. Zugleich nannte er die wegen rechtsextremistischer Vorfälle verfügte Auflösung des SEK unumgänglich.

Gegen 18 Beamte des Spezialeinsatzkommandos in Hessens größter Stadt hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Sie hätten in einer Chatgruppe rechtsextremistische Äußerungen getätigt, Hitler-Bilder oder Hakenkreuze ausgetauscht oder als Führungskräfte nichts dagegen unternommen, hieß es zur Begründung.

NEUSTART Beuth sprach von einem jetzt eingeleiteten »Neustart«. Die Spezialeinsatzkommandos werden demnach »wie bisher an ihren strategisch günstigen Standorten verbleiben«, aber neu aufgestellt und organisatorisch zentral zu einem SEK in Hessen zusammengeführt, das im Präsidium der hessischen Bereitschaftspolizei in Wiesbaden angesiedelt ist.

Auch die neu strukturierte Einheit in Frankfurt werde als SEK Süd bereits zum Monatsende mit neuer Führungsstruktur und Führungskultur wieder im Einsatz sein, teilte der Minister mit.

Er machte aber deutlich, dass sich die personelle Neuaufstellung nicht nur auf die Führungsebene beschränken werde. epd

Interview

»Die Bundesregierung blendet den Islamismus aus«

Der CDU-Innenexperte Christoph de Vries kritisiert die Gleichgültigkeit der Ampel im Kampf gegen den politischen Islam und ihre geplante Migrationspolitik

von Christoph Schmidt  21.01.2022 Aktualisiert

Antisemitismus

Zentralrat der Juden kritisiert umstrittenes BDS-Urteil

Josef Schuster: »Das Urteil ist ein Rückschlag im Kampf gegen Antisemitismus«

 21.01.2022

Antisemitismus

Geiselnehmer in texanischer Synagoge offenbar geistig gestört

Die US-Ermittlungsbehörden rekonstruieren derzeit einen Zeitplan über die Bewegungsabläufe des Angreifers

 21.01.2022

Vereinte Nationen

UN-Gremium billigt zweiten israelischen Antrag in 73 Jahren

Die Vollversammlung nimmt eine Resolution an, die die Leugnung der Schoa verurteilt - nur ein Land war dagegen

von Michael Thaidigsmann  21.01.2022

CDU

Laschet will als Abgeordneter Schwerpunkt auf Israel legen

Scheidender Vorsitzende möchte die Annäherung Israels und der arabischen Welt fördern

 21.01.2022

Resolution

UN-Vollversammlung prangert Schoa-Leugnung an

Der von Israel und Deutschland gemeinsam eingebrachte Text wurde einstimmig angenommen

 20.01.2022

Diplomatie

»Iran dreht an der nuklearen Spirale der Eskalation«

Außenministerin Baerbock wirft dem Iran vor, die Verhandlungen über das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe zu unterlaufen

 20.01.2022

Interview

»Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig«

Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner kritisiert die Art der Aufarbeitung der NS-Zeit und ritualisierte Erinnerungskultur

von Nils Sandrisser  20.01.2022

Holocaust

Baerbock bekräftigt Mitschuld des Auswärtigen Amts

Außenministerin: »Wir werden nie vergessen, was Deutschland ihnen angetan hat«

 20.01.2022