Sicherheit für Juden

»Gefährdungslage unverändert hoch«

Thomas de Maizière Foto: dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Juden in Deutschland bestätigt, dass die Sicherheitsbehörden jedem Hinweis auf eine Gefährdung der jüdischen Gemeinschaft mit größter Sorgfalt nachgehen. »Wir alle wünschen uns, dass Juden weiterhin gerne in Deutschland leben«, sagte der Minister bei einem Treffen mit Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, am Dienstag in Berlin. Beide bekräftigten: »Für Juden ist Deutschland ein sicheres Land.«

Hintergrund der Begegnung war die Sicherheitslage der Juden in Deutschland und Europa insbesondere nach den Anschlägen von Kopenhagen. Dabei war am 15. Februar auch ein jüdischer Wachmann vor der Hauptsynagoge getötet worden.

Rechtsstaat De Maizière und Schuster stimmten laut einer gemeinsamen Pressemitteilung darin überein, die Gefährdungslage für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland sei »unverändert hoch«. Bei Hinweisen auf eine konkrete Gefährdung von Personen oder jüdischen Einrichtungen würden sofort Maßnahmen ergriffen, sagte de Maizière. Er versicherte: »Die Gegner unserer Demokratie werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft.«

Zentralratspräsident Schuster betonte, die jüdische Gemeinschaft wolle weiterhin ein selbstbewusstes Judentum in der Bundesrepublik gestalten: »Jüdisches Leben in Deutschland ist Teil unserer Gesamtgesellschaft, und deshalb müssen wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass sich jüdisches Leben auch in Zukunft hier frei entfalten kann«, unterstrich er.

Die jüdische Gemeinschaft sei zwar nach den Anschlägen beunruhigt, vertraue aber weiterhin auf die Entschlossenheit der Behörden und der Polizei, alles zu unternehmen, damit Juden in Deutschland sicher leben könnten, sagte Schuster.

Besonnenheit
Der Bundesinnenminister dankte dem Zentralratspräsidenten für dessen besonnene Reaktion nach den jüngsten Anschlägen in Dänemark. Schuster hatte erklärt, er sehe die Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland weiterhin gewährleistet. Gleichzeitig hatte er an die Behörden appelliert, alle Sicherheitsmaßnahmen nochmals zu überprüfen. »Wir lassen uns das wiederaufgebaute jüdische Leben in Deutschland nicht durch Terroranschläge wieder zerstören«, betonten de Maizière und Schuster. ja

Tachles Arena

»Null-Toleranz-Politik gegen Antisemitismus«

Als letzter der Spitzenkandidaten der demokratischen Parteien war CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet zu Gast

von Michael Thaidigsmann  19.09.2021

Terror

Dringender Tatverdacht

Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf Hagener Synagoge festgenommener 16-jähriger Syrer in Untersuchungshaft

 19.09.2021

Hagen

»Kontaktmann ist Angehöriger der Terrormiliz IS«

16-jähriger Syrer soll sich über Bau von Bomben ausgetauscht haben, er bestreitet islamistischen Anschlagsplan

von Frank Christiansen  17.09.2021

Terror

Verdächtiger 16-Jähriger in Untersuchungshaft

Gegen den wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf die Synagoge in Hagen Festgenommenen besteht dringender Tatverdacht

 19.09.2021 Aktualisiert

Chemnitz

Urteil noch nicht rechtskräftig

Prozess zu Angriff auf Restaurant »Schalom«: Staatsanwaltschaft hat Rechtsmittel eingelegt

 17.09.2021

Facebook

Konzern löscht Netzwerk von »Querdenken«-Bewegung

Weltweit erste gezielte Aktion gegen Gruppierung, die »koordinierte Schädigung der Gesellschaft« hervorrufe

 17.09.2021

Hagen

Vereitelter islamistischer Anschlag auf Synagoge

Massiver Polizeieinsatz. NRW-Ministerpräsident Laschet: »Die Lage war ernst«

 19.09.2021 Aktualisiert

Jerusalem

Israels Präsident Herzog empfängt neuen Vatikanbotschafter

Herzog betonte anlässlich des Empfangs in seiner Jerusalemer Residenz die Bedeutung der Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan

 15.09.2021

Nachruf

»Symbol für das Heldentum Israels«

Frühere Dissidentin Ida Nudel ist mit 90 in Israel gestorben

von Sara Lemel  15.09.2021