Fernsehen

Fernsehen überträgt Gedenkakte zum Olympia-Attentat 1972 live

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München wurden elf israelische Sportler von palästinensischen Terroristen ermordet. Foto: imago images/Heinz Gebhardt

Das BR-Fernsehen überträgt am Montag (5. September) live die beiden Gedenkakte in München und vom Fliegerhorst Fürstenfeldbruck aus Anlass des Olympiaattentats vor 50 Jahren. Ab 9.45 Uhr werden am Gedenkort am Rande des Olympischen Dorfes Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprechen.

Zu den prominenten Rednern gehören auch der israelische Sportminister Yehiel Tropper und die Präsidentin des israelischen Olympischen Komitees, Yael Arad.

Am frühen Morgen des 5. September 1972 drangen palästinensische Terroristen ins Quartier der israelischen Olympia-Mannschaft ein. Sie töteten zwei Israelis und nahmen neun weitere als Geiseln. Mit der blutigen Aktion wollte die Gruppe »Schwarzer September« Gesinnungsgenossen aus der Haft freipressen. Begleitet von Fehleinschätzungen und Pannen missglückte ein Befreiungsversuch auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck. Dabei wurden alle Geiseln, ein Polizist und fünf der acht Terroristen getötet.

Ab 14.55 Uhr überträgt der BR die Gedenkfeierlichkeiten vom Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. Lange war unklar, ob die Angehörigen der Opfer an der Veranstaltung teilnehmen werden. Erst vor wenigen Tagen gelang es, sich mit den Hinterbliebenen über Entschädigungszahlungen und andere Forderungen zu einigen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein israelischer Kollege Isaac Herzog werden nach Fürstenfeldbruck kommen, außerdem Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Die Hinterbliebenen warfen den deutschen Behörden lange Zeit Vertuschen und Versagen vor und verlangten eine angemessene Entschädigung. Zu der nun erzielten Einigung gehören laut Bundesregierung die Aufarbeitung der Geschehnisse durch eine Kommission deutscher und israelischer Historiker, die rechtskonforme Freigabe von Akten, die Einordnung und Übernahme von politischer Verantwortung im Rahmen der Gedenkveranstaltung sowie die Bereitstellung weiterer Anerkennungsleistungen durch den Bund, das Land Bayern und die Stadt München. Deren Gesamthöhe soll laut Medienberichten 28 Millionen Euro für die Familien der Opfer betragen. kna

Lesen Sie mehr über den Gedenkakt in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

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