Potsdam

Ermittlungen nach antisemitischem Angriff

Im Potsdamer ÖPNV kam es erneut zu einem antisemitischen Angriff (Symbolbild) Foto: imago

Nach einem antisemitischen Angriff in Potsdam sucht die Polizei Opfer und Täter. Mehr als vier Tage nach dem Vorfall in der Nacht zu Freitag in einem Linienbus habe sich der angegriffene Mann noch nicht gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Brandenburg an der Havel. Laut Zeuge habe der Mann eine Kippa getragen und sei zunächst verbal belästigt und dann körperlich angegriffen worden. Als mutmaßlicher Täter werde ein vermutlich arabischstämmiger Mann gesucht.

Der Staatsschutz ermittelt den Angaben zufolge wegen Körperverletzung und Bedrohung. Im Zuge der Ermittlungen seien auch Aufnahmen der Videoüberwachung des Busses ausgewertet und der Busfahrer befragt worden, hieß es. Auch der Zeuge sei angegriffen und leicht verletzt worden, als er den Täter aufgefordert habe, den Mann in Ruhe zu lassen.

Bis Dienstagmittag seien keine weiteren Hinweise zu dem Vorfall bei der Polizei eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Zeugen würden gebeten, sich zu melden. epd

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  04.07.2026

Parteien

AfD-Chefin Alice Weidel äußert sich zu möglichen Koalitionen mit der CDU

Wie hält es die rechtsextreme Partei ihrerseits mit einer Annäherung an die Union?

 04.07.2026

Parteitag

AfD bestätigt Führungsduo – Chrupalla verliert an Rückhalt

Die AfD hat ihr Spitzenduo Weidel-Chrupalla wiedergewählt. Chrupalla muss allerdings Federn lassen. In der zweiten Reihe gibt es neue Gesichter

von Anne-Beatrice Clasmann  04.07.2026

Essay

Die Sprache der AfD

Gewalt, NS-Bezüge und Antisemitismus: Wie die rechtsextreme Partei auch rhetorisch die Grenzen verschiebt. Eine linguistische Analyse

von Deborah Kämper  04.07.2026

Thüringen

Mehr als 30.000 Menschen protestieren gegen AfD-Parteitag

Trotz Blockaden bleibt die Stimmung meist friedlich – doch es gibt auch Zwischenfälle mit Pyrotechnik und Flaschenwürfen

von Simone Rothe  04.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Lettland

Deutsche Städte gedenken der nach Riga deportierten Juden

1941/42 wurden mehr als 25.000 Juden aus Deutschland und Österreich zur Vernichtung in die lettische Hauptstadt deportiert. Daran gedachten nun Vertreter aus 30 deutschen Städten

 03.07.2026

Karlsruhe

Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Seit Monaten geht die Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Hamas-Anhänger vor, die Waffen für die Organisation geschmuggelt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter ist jetzt in deutscher U-Haft

 03.07.2026

Iran

Wollte Israel iranische Unterhändler töten?

Wie die »New York Times« berichtet, fürchtete die Trump-Administration bei den Iran-Verhandlungen die gezielte Tötung der iranischen Delegierten Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf durch Israel

 03.07.2026