Potsdam

Ermittlungen nach antisemitischem Angriff

Im Potsdamer ÖPNV kam es erneut zu einem antisemitischen Angriff (Symbolbild) Foto: imago

Nach einem antisemitischen Angriff in Potsdam sucht die Polizei Opfer und Täter. Mehr als vier Tage nach dem Vorfall in der Nacht zu Freitag in einem Linienbus habe sich der angegriffene Mann noch nicht gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Brandenburg an der Havel. Laut Zeuge habe der Mann eine Kippa getragen und sei zunächst verbal belästigt und dann körperlich angegriffen worden. Als mutmaßlicher Täter werde ein vermutlich arabischstämmiger Mann gesucht.

Der Staatsschutz ermittelt den Angaben zufolge wegen Körperverletzung und Bedrohung. Im Zuge der Ermittlungen seien auch Aufnahmen der Videoüberwachung des Busses ausgewertet und der Busfahrer befragt worden, hieß es. Auch der Zeuge sei angegriffen und leicht verletzt worden, als er den Täter aufgefordert habe, den Mann in Ruhe zu lassen.

Bis Dienstagmittag seien keine weiteren Hinweise zu dem Vorfall bei der Polizei eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Zeugen würden gebeten, sich zu melden. epd

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

 28.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert

New York

Hamas-Unterstützerin Aber Kawas gewinnt Vorwahlen in New York

Die palästinensisch-amerikanische Demokratin machte den Nahost-Konflikt und soziale Fragen zum Kernthema ihres Wahlkampfes

von Imanuel Marcus  28.06.2026

Meinung

Der Kahlschlag der Familienministerin

Der angekündigte Umbau des Bundesprogramms »Demokratie leben!« lässt Engagierte im Regen stehen. Die Folgen für Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention werden fatal sein

von Viktoria Gulde  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert