NS-Verbrechen

Ermittlungen gegen Majdanek-Wärter

Wachtürme des ehemaligen KZs Majdanek Foto: dpa

Gegen 20 frühere Wachleute im KZ Majdanek wurden erste Ermittlungen abgeschlossen. Die Akten wurden von der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg den zuständigen Staatsanwaltschaften übergeben.

Die Verdächtigen leben alle in Deutschland. In weiteren 220 Fällen von KZ-Wärtern in Majdanek ist die Ermittlung noch in einem Anfangsstadium; ein Abschluss, der zur Weiterreichung der Akten an die für eine Anklage zuständige Staatsanwaltschaft führen würde, ist noch nicht abzusehen.

anklageerhebung Das teilte der stellvertretende Leiter der Zentralstelle, Thomas Will, am Dienstag mit. Ob die Aktenlage für eine Anklageerhebung in allen 20 Fällen ausreiche, gilt jedoch als unsicher. Abgeschlossen wurden die Recherchen in 30 Fällen, zehn verdächtige Männer seien jedoch zwischenzeitlich verstorben.

Auch der Leiter der Zentralstelle, Kurt Schrimm, zeigte sich skeptisch, ob es zu einer Anklageerhebung in allen oder zumindest vielen Fällen kommen werde. Nach Angaben in internationalen Medien sind mehr als 1000 weitere Verdachtsfälle bei den Fahndern in Ludwigsburg anhängig. ja

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026 Aktualisiert

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

Karl Lauterbach hält den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke in Neukölln für gerechtfertigt. Dennoch warnt er vor einer Gleichsetzung mit der AfD

 09.10.2026

Washington D.C.

Trump: Bis zu den Midterms keine Angriffe auf Iran

Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026