NS-Verbrechen

Ermittlungen gegen Majdanek-Wärter

Wachtürme des ehemaligen KZs Majdanek Foto: dpa

Gegen 20 frühere Wachleute im KZ Majdanek wurden erste Ermittlungen abgeschlossen. Die Akten wurden von der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg den zuständigen Staatsanwaltschaften übergeben.

Die Verdächtigen leben alle in Deutschland. In weiteren 220 Fällen von KZ-Wärtern in Majdanek ist die Ermittlung noch in einem Anfangsstadium; ein Abschluss, der zur Weiterreichung der Akten an die für eine Anklage zuständige Staatsanwaltschaft führen würde, ist noch nicht abzusehen.

anklageerhebung Das teilte der stellvertretende Leiter der Zentralstelle, Thomas Will, am Dienstag mit. Ob die Aktenlage für eine Anklageerhebung in allen 20 Fällen ausreiche, gilt jedoch als unsicher. Abgeschlossen wurden die Recherchen in 30 Fällen, zehn verdächtige Männer seien jedoch zwischenzeitlich verstorben.

Auch der Leiter der Zentralstelle, Kurt Schrimm, zeigte sich skeptisch, ob es zu einer Anklageerhebung in allen oder zumindest vielen Fällen kommen werde. Nach Angaben in internationalen Medien sind mehr als 1000 weitere Verdachtsfälle bei den Fahndern in Ludwigsburg anhängig. ja

Social Media

Wegen eines hebräischen Wortes: Ronaldo-Partnerin bekommt unzählige Hass-Kommentare

Georgina Rodríguez postete ein Bild von ihr und Ronaldo auf Mallorca und benutzte dabei ein einziges Wort Hebräisch. Die hämischen Kommentare ließen nicht lange auf sich warten

 03.08.2026

Studie

Spaniens Migrationskrise wird online mit antisemitischen Verschwörungsmythen verknüpft

Innerhalb von zwei Tagen erreichten Beiträge, die Israel für den Flüchtlingssturm auf Ceuta verantwortlich machen, beinahe 60 Millionen Nutzer

 03.08.2026

Nahost

Trump kündigt neue Gespräche mit Iran an – Verhandlungen sollen heute beginnen

»Eine Vereinbarung steht unmittelbar bevor«, erklärt der amerikanische Präsident. Israel, das an dem zunächst geplanten Angriff auf den Iran mitwirken sollte, erfuhr von dessen Absage in sozialen Medien

 03.08.2026

Interview

»Putin ist in der Sackgasse«

Lettlands Ex-Präsident Egils Levits über Russlands Krieg, einen EU-Beitritt der Ukraine und Europas Handlungsfähigkeit

von Michael Thaidigsmann  02.08.2026

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären«

 02.08.2026

Kommentar

Sánchez’ alter, antisemitischer Trick

Wer trägt die Verantwortung für die jüngste Katastrophe in Ceuta? Ausnahmsweise wohl nicht »die Zionisten«

von Rafael Seligmann  02.08.2026

Auschwitz-Birkenau

Romani Rose: Gewalt gegen Sinti und Roma nimmt zu

Zum europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma warnt der Vorsitzende deren Dachorganisation, Mitglieder der Minderheit seien wieder mehr Anfeindung ausgesetzt

 02.08.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Union will Tempo machen für schärfere Gesetze

Der Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days in der Hauptstadt löste eine Debatte darüber aus, ob bestehende Gesetze ausreichen. Eine Umfrage ergibt: Das Sicherheitsgefühl ist bei vielen Bürgern gesunken

 02.08.2026

Brandenburg

Gedenkführungen zu NS-Verbrechen gegen Sinti und Roma

Hunderttausende Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Zwei KZ-Gedenkstätten wollen heute mit Führungen an die Opfer erinnern

 02.08.2026