Terror

»Entsetzlich und verstörend«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Christoph Boeckheler

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit Bestürzung auf die jüngsten Anschläge im palästinensischen Westjordanland reagiert. Der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, sagte in einer Stellungnahme: »Der Anschlag im Westjordanland ist entsetzlich und verstörend. Bei dieser schrecklichen Tat, die wir zutiefst verurteilen, sind unschuldige Menschen getötet beziehungsweise schwer verletzt worden.« Er hoffe, dass damit keine Spirale der Gewalt ausgelöst wird. Eine schnelle Verfolgung und Verhaftung der Täter könne zur Beruhigung der Lage beitragen. Schuster weiter: »Wir vertrauen hierbei auf die israelischen Sicherheitsbehörden.«

Bei dem Brandanschlag auf zwei Häuser in dem Dorf Douma war in der Nacht auf Freitag ein Kleinkind ums Leben gekommen, vier Menschen wurden den Angaben zufolge schwer verletzt. Zuvor waren mehrere Moscheen im Westjordanland angezündet worden. Hinter den Taten werden radikale israelische Siedler vermutet.

ORD Auch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) reagierte bestürzt auf die aktuellen Anschläge in Jerusalem und im Westjordanland. Rabbiner Avichai Apel vom ORD-Vorstand sagte: »Die einzig legitimen Formen der Auseinandersetzung in einer demokratischen Gesellschaft sind der freie Meinungsaustausch und die sachliche Diskussion.«

Gewaltanwendung und Gewaltbereitschaft seien ein Angriff auf die Grundwerte der zivilisierten Gesellschaft und würden von der ORD verurteilt. »Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt allen Betroffenen, und wir beten dafür, dass alle Verletzten schnell genesen. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei den Familien der Opfer«, so Rabbiner Apel. ja

Meinung

Islamisten bekämpft man nicht mit Worten, sondern mit Taten

Zu spät und trotzdem richtig: Die europäischen Staaten haben den Weg für härtere UN-Sanktionen gegen den Iran freigemacht. Jetzt heißt es, konsequent zu bleiben

von Michael Spaney  29.08.2025

Hamburg

Block-Prozess: Mehr Fragen an mutmaßlichen Kindesentführer

Ein israelischer Angeklagter gesteht, an der Entführung der Block-Kinder Silvester 2023/24 beteiligt gewesen zu sein. Er sah sich aber als »Superman«, der Kinder rettet. Das Gericht hat viele Nachfragen

 29.08.2025

Schweiz

Antisemitische Hetze in Zürich

In den Stadtvierteln Enge und Wollishofen, wo viele Juden leben, sind israelfeindliche Plakate an öffentlichen Orten aufgetaucht

 29.08.2025 Aktualisiert

Markus Lanz

Wolkige Rhetorik und rhetorische Volten

In der ZDF-Sendung bemühte sich Kanzleramtsminister Thorsten Frei, den Rüstungsexportstopp seiner Regierung zu erklären, während taz-Journalistin Ulrike Herrmann gar einen »Regimewechsel« in Israel forderte

von Michael Thaidigsmann  29.08.2025

Bonn

Experte: Opfer mit Bewältigung von Rechtsterror nicht alleinlassen

Der erste NSU-Mord liegt beinahe 25 Jahre zurück. Angehörige der Opfer fordern mehr Aufmerksamkeit - und angemessenes Gedenken, wenn es um rechtsextreme Gewalt geht. Fachleute sehen unterschiedliche Entwicklungen

 29.08.2025

Kopenhagen

Sanktionen gegen Israel? Außen- und Verteidigungsminister beraten

Was ist mit möglichen Sanktionen gegen den jüdischen Staat? Wie geht es weiter mit der Unterstützung der Ukraine? Um Fragen wie diese geht es jetzt bei zwei EU-Treffen in Dänemark

 29.08.2025

Würdigung

Tapfer, klar, integer: Maram Stern wird 70

Er ist Diplomat, Menschenfreund, Opernliebhaber und der geschäftsführende Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses. Zum Geburtstag eines Unermüdlichen

von Evelyn Finger  29.08.2025

Justiz

Gericht erlaubt israelfeindliche Demonstration in Frankfurt

Gegen den Beschluss kann die Stadt Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen

 28.08.2025

New York

Europäer wollen Sanktionen gegen Iran aktivieren

Steht das umstrittene Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe endgültig vor dem Aus? Ein Schritt, den Deutschland jetzt mit europäischen Partnern geht, deutet darauf hin

 28.08.2025