Halle

»Diesen Anfängen müssen wir noch entschlossener wehren«

Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (CDU) Foto: imago images/Political-Moments

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert ein entschiedeneres Vorgehen gegen Antisemitismus im Internet. »Der Judenhass im Internet hat in den letzten Jahren signifikant zugenommen«, kritisierte Haseloff am Montag in Halle bei der Veranstaltung »Words matter - Antisemitismus im Netz begegnen« in der Ulrichskirche laut Redemanuskript.

»Diesen Anfängen müssen wir noch entschlossener wehren.« Die Bekämpfung von Antisemitismus im Netz sei »eine vordringliche Aufgabe«, so Haseloff. In diesem Zusammenhang wies der Ministerpräsident auf das »Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus« hin, das sich auch mit Hass und Radikalisierung im Netz befasse.

AUFKLÄRUNG »Im Vordergrund stehen dabei umfassende Aufklärung, nachhaltige Prävention, der Schutz vor Hassattacken sowie die Präzisierung und Durchsetzung des Rechts.«

Grundsätzlich müsse Antisemitismus »entschieden von der Gesamtgesellschaft bekämpft werden«, so Haseloff weiter. Dabei spielten auch Bildungsträger und -angebote eine wichtige Rolle. Als Beispiele nannte er etwa Partnerschaften zwischen sachsen-anhaltischen und israelischen Schulen und die regelmäßig stattfindenden Begegnungen zwischen Jugendlichen aus beiden Ländern.

Diese »vermitteln ihnen Werte, bieten Chancen für Bildung und Teilhabe und stärken das Bewusstsein und Engagement für ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit über nationale und religiöse Grenzen hinweg«, so Haseloff. kna

Berlin

DIG kritisiert Deutschlands Rückzug im Verfahren zum angeblichen Genozid gegen Israel

»Deutschland opfert Israel seinen Ambitionen auf einen Sitz im Weltsicherheitsrat«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Und nennt es »schändlich«

 20.03.2026

Bildung

Stille im Vieh-Waggon - Jugendliche fühlen die Geschichte des ehemaligen KZ Bergen-Belsen

Jugendliche aus ganz Europa hören in Bergen-Belsen von Hunger, Enge und Angst - und stehen plötzlich selbst an den Orten des Grauens. Für viele ist der Besuch im früheren Konzentrationslager die erste intensive Begegnung mit der NS-Zeit

von Charlotte Morgenthal  20.03.2026

Argentinien

Argentinien übernimmt IHRA-Vorsitz

Das südamerikanische Land übernimmt die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Als erstes auf dem Kontinent

 20.03.2026

Oslo

Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert

Vertraute Mails und Liebes-Tipps: Ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter hat Norwegens Kronprinzessin in Bedrängnis gebracht. Jetzt gab Mette-Marit ein Fernsehinterview

 20.03.2026

Meinung

Warum die Stellungnahme der USA beim IGH eine Enttäuschung ist

Die Intervention Washingtons vor dem Internationalen Gerichtshof nimmt zwar Israel gegen den Vorwurf des Genozids in Schutz. Sie liefert den Richtern aber kaum Argumente

von Menachem Z. Rosensaft  20.03.2026

Berlin

Berliner Spitzen-Linke kritisiert Zionismus-Beschluss

Ein Entscheid der niedersächsischen Linken gegen den »real existierenden Zionismus« sorgt auch in der eigenen Partei für Aufregung. Die Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl geht auf Distanz

 20.03.2026

Teheran

Iran meldet Tod von Revolutionsgarde-Sprecher bei Angriffen

Staatliche iranische Medien vermelden den Tod von Ali Mohammad Naini, der seit 2024 die Revolutionsgarde repräsentierte

 20.03.2026

Hamburg

Block-Entführung: Team war »zusammengewürfelter Haufen« aus Israel und Deutschland

Traf sich die angeklagte Unternehmerin Christina Block kurz vor der Rückholung ihrer jüngsten Kinder in einem Hotel mit den maskierten Entführern? Beim Schlagabtausch der Anwälte fallen scharfe Worte

 20.03.2026

Teheran

Irans neuer Machthaber droht Gegnern in aller Welt

Irans Oberhaupt Mojtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung im Versteck. Nun rief er zum weltweiten Kampf gegen »innere und äußere Feinde« auf

 20.03.2026