Zentralrat

»Der richtige Zeitpunkt«

Tritt im November an: Dieter Graumann Foto: ddp

Jetzt ist es offiziell: Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, will Präsident der politischen Dachorganisation werden. Auf der Sitzung des Direktoriums in Frankfurt am Main am Sonntag habe der 60-Jährige »unter großer Zustimmung« formal seine Kandidatur angekündigt, hieß es in einer Erklärung. Graumann sagte auf Anfrage der Jüdischen Allgemeinen: »Zwei Monate vor der anstehenden Entscheidung war es meiner Ansicht nach der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort, klar Stellung zu beziehen: als Zeichen der Transparenz, der Offenheit, der Entschlossenheit - und des Respekts vor dem Direktorium.«

Die Wahl findet am 28. November 2010 ebenfalls in Frankfurt während der turnusgemäß tagenden Ratsversammlung statt. An diesem Tag werden drei Mitglieder des Präsidiums direkt gewählt, aus dem Direktorium kommen sechs weitere Vertreter hinzu. Das neunköpfige Präsidium wird dann aus ihrer Mitte den Präsidenten sowie die beiden Vizepräsidenten des Zentralrats wählen. Charlotte Knobloch, die jetzige Amtsinhaberin, hatte im Februar ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt.

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Zweite Anklage wegen Mordversuchs am Holocaust-Mahnmal

Khalaf A. habe mit dem bereits im März wegen des Mordversuchs verurteilten Wassim Al M. in Kontakt gestanden und diesen ermutigt, sein Vorhaben umzusetzen, hieß es

 09.09.2026

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Iran

Kamran Hekmati in Teheran aus dem Gefängnis entlassen

Der 71-jährige iranisch-amerikanische Jude kommt nach einjähriger Haft wegen einer Reise nach Israel frei, darf das Land aber weiterhin nicht verlassen

 09.09.2026

Bundestag

Merz wirft AfD Pläne für »ethnische Säuberungen« vor

Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gibt sich Bundeskanzler Merz kämpferisch gegenüber der Partei. Bei der Generaldebatte im Bundestag wirft er ihr vor, mit ihren migrationspolitischen Positionen das Land zu spalten

 09.09.2026

Fußball

»Für Juden spielen wir nicht«

Beim Oberliga-Verein Tennis Borussia Berlin soll es zu antisemitischen Anfeindungen gegen den jüdischen Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala gekommen sein – aus der eigenen Jugendabteilung

 09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026