Zentralrat

»Der richtige Zeitpunkt«

Tritt im November an: Dieter Graumann Foto: ddp

Jetzt ist es offiziell: Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, will Präsident der politischen Dachorganisation werden. Auf der Sitzung des Direktoriums in Frankfurt am Main am Sonntag habe der 60-Jährige »unter großer Zustimmung« formal seine Kandidatur angekündigt, hieß es in einer Erklärung. Graumann sagte auf Anfrage der Jüdischen Allgemeinen: »Zwei Monate vor der anstehenden Entscheidung war es meiner Ansicht nach der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort, klar Stellung zu beziehen: als Zeichen der Transparenz, der Offenheit, der Entschlossenheit - und des Respekts vor dem Direktorium.«

Die Wahl findet am 28. November 2010 ebenfalls in Frankfurt während der turnusgemäß tagenden Ratsversammlung statt. An diesem Tag werden drei Mitglieder des Präsidiums direkt gewählt, aus dem Direktorium kommen sechs weitere Vertreter hinzu. Das neunköpfige Präsidium wird dann aus ihrer Mitte den Präsidenten sowie die beiden Vizepräsidenten des Zentralrats wählen. Charlotte Knobloch, die jetzige Amtsinhaberin, hatte im Februar ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt.

Kommentar

Ein Weckruf

Der AfD-Erfolg liegt vor allem im Scheitern jener Parteien, die die Bundesrepublik seit Jahrzehnten prägen. Verloren gegangenes Vertrauen muss nun schnellst möglich wieder zurückgewonnen werden

von Josef Schuster  08.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Meinung

Ein Sonntag genügt!

Was gehen uns in der Schweiz die Wahlen in Sachsen-Anhalt an? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten wird klar: Das Problem ist nicht nur die Partei selbst

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.09.2026

Magdeburg

BSW will AfD-Landtagspräsidenten mitwählen

Bundesweit ist es der AfD noch nie gelungen, das Amt eines Parlamentspräsidenten zu übernehmen – auch wenn sie die stärkste Partei war. Das könnte sich in Sachsen-Anhalt jetzt ändern

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht

von Daniel Neumann  08.09.2026

Nahost

Großbritannien wirft Israel »ethnische Säuberungen« im Westjordanland vor

Aus Israel und den USA kommt scharfe Kritik. Deutschland schließt sich der Initiative Großbritanniens nicht an

 08.09.2026

Den Haag

Deutschland verteidigt Waffenexporte nach Israel

Deutschland betont vor dem Internationalen Gerichtshof, dass seine Rüstungsexporte nach Israel internationalen Vorgaben entsprechen. Die Richter müssen entscheiden, ob es zum Hauptverfahren kommt

 08.09.2026

Köln

Merkel ist schockiert über AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Die AfD greift in Sachsen-Anhalt nach einem deutlichen Wahlerfolg nach der Macht, die regierende CDU ist dort in der Wählergunst abgestürzt. Was die Altkanzlerin dazu sagt

 08.09.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft ermittelt nach antisemitischem Linke-Konzert

Innensenator Iris Spranger (SPD) erklärt im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, ein Verfahren sei eingeleitet worden

 08.09.2026