Meinung

Das Gute und das Militär

Meinung

Das Gute und das Militär

Der 20. Juli gibt der Bundeswehr eine Tradition. Wie demokratisch die ist, bleibt offen

von Michael Berger  20.07.2010 11:21 Uhr

Am 20. Juli hat die Bundeswehr mit einem großen Zeremoniell einmal mehr die Bedeutung des militärischen Widerstandes für das eigene Traditionsverständnis betont. Das ist untrennbar verbunden mit der Person Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seinen Mitverschwörern im Offiziersrang. In dem gescheiterten Attentat auf Hitler 1944 fanden deutsche Politiker und Militärs einen idealen Bezugspunkt für Traditionspflege. Doch die »Operation Walküre« war nicht in erster Linie antinationalsozialistisch motiviert. Offiziere des Widerstandes unterstützten durchaus aktiv den Vernichtungskrieg im Osten und hingen dem Feindbild vom jüdischen Bolschewismus an. Dennoch entsprach das Image dieser Männer lange dem Ideal des »sauberen Offiziers« und prägte Generationen von Bundeswehrsoldaten. Der Widerstand von Christen oder Arbeitern spielte nur eine untergeordnete Rolle. Wolfram Wette hat es so umschrieben: »Die Bundeswehr sucht nach einer neuen Identität«, aber, so der Historiker treffend, »sie sucht sie in Traditionen und Zeremoniell.«

Der Autor ist Vorsitzender des Bundes jüdischer Soldaten.

Teheran

Irans Außenminister behauptet, Israel wolle USA in Krieg ziehen

Irans Außenminister wirft Israel vor, die USA in einen Krieg zu locken. Was steckt hinter seinen Worten?

 14.01.2026

Kairo

Hamas-Gespräche über zweite Phase im Friedensplan für Gaza

Die Terrororganisation schickt eine Delegation nach Ägypten, um über die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Israel zu verhandeln

 14.01.2026

Brüssel

Umgang mit Irans Revolutionsgarden spaltet EU

Die Bundesregierung wirbt in der EU für eine Terror-Listung der iranischen Revolutionsgarden. Eine Sitzung in Brüssel sorgt aber eher für Ernüchterung

 14.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-jähriger Mann hat am Dienstag vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand gesetzt und den Hitlergruß gezeigt. Die Jüdische Gemeinde zu Gießen vermutet einen antisemitischen Hintergrund

von Michael Thaidigsmann  14.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026

Teheran

Irans Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzüge

Im Iran kehrt nach den Massenprotesten wieder mehr Ruhe ein. Die politische Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzeremonien für getötete Sicherheitskräfte

 14.01.2026

Frankreich

Macron empört über Schulbuch-Formulierung zum 7. Oktober

Eine Publikation des renommierten Verlags Hachette sorgt in Frankreich für Wirbel. Jetzt hat sich auch der französische Staatspräsident in die Debatte eingeschaltet

 14.01.2026

Berlin

Demonstranten entfernen Flagge der iranischen Botschaft

Seit Ende Dezember gibt es anhaltende Proteste im Iran. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Toten. In Berlin drangen Personen auf das Gebiet der Botschaft ein

 14.01.2026

Berlin

Grüne Woche: Welche Rolle spielte die Messe im Nationalsozialismus?

Die Landwirtschaftsmesse hat sich in den 100 Jahren ihres Bestehens verändert. Wie sie zu ihrem Namen kam und welche Rolle sie in Nazi-Deutschland spielte

von Matthias Arnold  14.01.2026