Neuer Vorstand

Cerstin Richter-Kotowski übernimmt Vorsitz der DIG Berlin und Brandenburg

Cerstin Richter-Kotowski Foto: picture alliance/dpa

Neuer Vorstand

Cerstin Richter-Kotowski übernimmt Vorsitz der DIG Berlin und Brandenburg

Die 64-jährige Juristin und Staatssekretärin löst Jochen Feilcke ab. Sie wurde mit großer Mehrheit in das Amt gewählt

 25.06.2026 10:15 Uhr

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Berlin und Brandenburg hat einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende des Vereins ist Cerstin Richter-Kotowski. Die 64-jährige Juristin und Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftliche Zusammenarbeit wurde von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit in das Amt gewählt.

Richter-Kotowski folgt auf Jochen Feilcke, der die Arbeit der DIG Berlin und Brandenburg 27 Jahre lang geprägt hatte. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete trat aus Altersgründen nicht erneut für den Vorsitz an.

Die regionale DIG verzeichnete in den vergangenen Jahren einen deutlichen Mitgliederzuwachs. Seit dem Terrorangriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich die Mitgliederzahl in Berlin und Brandenburg nach Angaben des Vereins auf knapp 1700 verdoppelt.

Lesen Sie auch

Mit Richter-Kotowski steht nun ein neu gewählter und zugleich verjüngter Vorstand an der Spitze des Vereins. Als eine der wichtigsten Aufgaben ihrer Amtszeit bezeichnete die neue Vorsitzende den Kampf gegen den zunehmenden Judenhass in Berlin und Brandenburg.

Die DIG Berlin und Brandenburg setzt sich für die deutsch-israelischen Beziehungen sowie für die Förderung des Verständnisses zwischen beiden Gesellschaften ein. Der Verein sieht angesichts wachsender antisemitischer Vorfälle eine verstärkte Notwendigkeit für Aufklärungsarbeit und gesellschaftliches Engagement. im

Entscheidung

Bundesverfassungsgericht stoppt Reiche-Video über Kritik an Linken

Die Linke hat mit einer Klage gegen die Bundeswirtschaftsministerin zumindest vorläufig Erfolg gehabt: Katherina Reiche muss bis zu einer endgültigen Entscheidung einen Instagram-Post löschen, in dem sie der Partei Antisemitismus vorwirft

 15.10.2026

Untersuchung

ADL: Manipulierte Wikipedia-Einträge über Israel immer noch nicht korrigiert

Die Anti-Defamation League wirft den Betreibern der Online-Enzyklopädie vor, zu wenig gegen die Manipulation von Einträgen zu unternehmen, die sich mit Themen wie dem Nahostkonflikt und dem 7. Oktober befassen

 15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

Berlin

Trotz vieler Hürden: Berliner Parteien sondieren weiter

»Kommunikationsdesaster« oder heilsamer Weckruf? Nach dem Streit um das Vorgehen gegen Antisemitismus sprechen Linke, Grüne und SPD weiter über eine Regierung. Aber es bleibt schwierig

von Andreas Heimann, Torsten Holtz  15.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Nach Eklat von Halle

Polizei ermittelt gegen jüdische Studenten

Aktivisten der Jüdischen Studierenden Union hatten sich dem rechtsextremen AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider in den Weg gestellt, als dieser an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremen Anschlags teilnehmen wollte. Das hat ein juristisches Nachspiel

 15.10.2026

Rechtsterrorismus

Zwickau gedenkt NSU-Opfern

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Zuletzt lebte die Terrorzelle in Zwickau. Die Stadt gedenkt der Terroropfer

 15.10.2026

Hamburg

Attentate auf Josef Schuster und Volker Beck geplant: Iranische Spione müssen ins Gefängnis

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und proisraelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Das Oberlandesgericht hat sie deshalb nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

von Nils Kottmann  15.10.2026 Aktualisiert

Golf von Oman

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Immer wieder greifen der Iran und die USA gegenseitig Handelsschiffe und Tanker an. Was ist nun passiert?

 15.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD verhandeln wieder

Das von den Sondierern beschlossene Antisemitismus-Papier soll auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden

 15.10.2026