Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für die Klarsfelds

Serge und Beate Klarsfeld bei der Verleihung des Legion-d’Honneur-Ordens 2014 Foto: dpa

Die Nazijägerin Beate Klarsfeld und ihr Mann Serge erhalten das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Sie werden damit für ihre Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und für ihren Einsatz gegen Antisemitismus und politische Unterdrückung geehrt, bestätigte das Bundespräsidialamt der Jüdischen Allgemeinen.

Die Übergabe, so eine Sprecherin des Bundespräsidialamts, werde durch die deutsche Botschafterin in Paris, Susanne Wasum-Rainer, erfolgen, ein Termin sei noch nicht bekannt.

Ohrfeige Die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld enttarnte gemeinsam mit ihrem Mann zahlreiche untergetauchte NS-Verbrecher, darunter Klaus Barbie, den »Schlächter von Lyon«. Bekannt wurde Klarsfeld im Jahr 1968, als sie den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) öffentlich ohrfeigte, weil er während der NS-Zeit Mitglied der NSDAP war.

2012 kandidierte Klarsfeld auf Vorschlag der Linkspartei für das Amt der Bundespräsidentin. Ihr jüdischer Mann Serge, ein französischer Rechtsanwalt, entkam selbst nur knapp der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Sein Vater wurde in Auschwitz ermordet. ja (mit epd)

Polen

Holocaustüberlebende: Russische Befreier führen nun Krieg in der Ukraine

In der heutigen Gedenkstätte in Auschwitz ging es heute auch um den russischen Eroberungskrieg in der Ukraine

 27.01.2023

Gedenken

Selenskyj bei Gedenkfeier in Babyn Jar

Trotz des Krieges wurde in der Ukraine an die Opfer des Holocaust erinnert

von Imanuel Marcus  27.01.2023

Mecklenburg-Vorpommern

Neonazi-Demo darf nicht am Holocaust-Gedenktag stattfinden

Landkreis: Die Kundgebung kann morgen oder später erfolgen

 27.01.2023

Berlin

»Vokabular in nationalsozialistischer Tradition«

Der Zentralrat der Juden äußert sich zu den umstrittenen Aussagen von Hans-Georg Maaßen

 27.01.2023

Rozette Kats

»Alles war viel zu schrecklich für ein Kind«

Die Schoa-Überlebende sprach im Deutschen Bundestag in bewegenden Worten von ihrem Schicksal

 27.01.2023 Aktualisiert

Erinnerung

»Buch der Namen«: UN würdigen 4,8 Millionen Holocaust-Opfer

Die Gedenkinitiative ist in Zusammenarbeit mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstanden

 27.01.2023

Geschichte

Scholz erinnert an historische deutsche Verantwortung für Holocaust

»Unvergessen ist das Leid von sechs Millionen unschuldig ermordeten Jüdinnen und Juden - genauso wie das Leid der Überlebenden«, betont der Bundeskanzler

 27.01.2023

Holocaust Memorial Day

»Menschen sind ermordet und Leben zerstört worden«

Der Bundestag gedenkt am heutigen Holocaustgedenktag erstmals queerer Opfer

von Elisa Makowski  27.01.2023

Interview

Ron Prosor: Linker Antisemitismus wird »salonfähig«

Der neue israelische Botschafter warnt vor Judenhass aus dem linken Spektrum

 27.01.2023