Rostock

Bürgerschaft stimmt für Xavier-Naidoo-Konzert im August

Xavier Naidoo im August 2019 beim Gießener Kultursommer Foto: dpa

Der umstrittene Sänger Xavier Naidoo dürfte nun doch in der Rostocker Stadthalle auftreten: Die Linken und die SPD in der Rostocker Bürgerschaft sind mit ihrem Antrag gescheitert, den ursprünglich für den 22. August geplanten Auftritt nicht zuzulassen. Er fand am Mittwoch bei Stimmengleichheit von Gegnern und Befürwortern nicht die notwendige Mehrheit.

BEGRÜNDUNG Der Antrag war damit begründet, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre. Beim Veranstalter Live Nation wird das Konzert wie die meisten anderen Termine der Xavier-Naidoo-Tour allerdings als »verschoben« bezeichnet.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Naidoo tauchte in der Vergangenheit immer wieder im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auf - er machte auch umstrittene Äußerungen zu der Corona-Pandemie. Nachdem er im März 2020 die Jury der RTL-Sendung »Deutschland sucht den Superstar« verlassen musste, hatte er Vorwürfe des Rassismus vehement zurückgewiesen. Zentralratspräsident Josef Schuster hatte am Mittwoch gefordert, ein in der Berliner «Zitadelle» geplantes Konzert des Musikers zu untersagen.

GLEICHHEITSGRUNDSATZ Es war bereits das dritte Mal, dass sich die Bürgerschaft mit dem Thema befasste. Mitte Mai hatten die Grünen noch einer Konzertabsage zugestimmt. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) war jedoch unter anderem der Meinung, dass öffentliche Einrichtungen wie die Stadthalle zur Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes verpflichtet seien und hatte Widerspruch eingelegt.

Kein Veranstalter oder Künstler dürfe ausgeschlossen werden, weil der Vermieter deren religiösen oder politischen Ansichten nicht teile. Das Innenministerium hatte in einem Schreiben von Mittwoch mitgeteilt, dass an der Haltung Madsens kein Zweifel bestehe.

Die Grünen hatten ihren Meinungswechsel unter anderem damit begründet, dass ein langwieriger Rechtsstreit zwischen Oberbürgermeister und Bürgerschaft nicht zielführend wäre. dpa

Zentralrat

Jüdische Gemeinde Berlin jetzt im Zentralrat-Präsidium

Zuvor hatte es Streit zwischen der Gemeinde und dem Zentralrat gegeben

 20.02.2024

Großbritannien

Prinz William fordert Ende der Kämpfe und Freilassung der Geiseln

Die Hilfe müsse ankommen und die Geiseln freigelassen werden, sagt der Thronfolger

 20.02.2024

Frankfurt am Main/Tel Aviv/Toronto

Bedrohter Rabbiner: Deutsche Behörden waren sehr hilfreich

Der kanadische Geistliche war am Frankfurter Flughafen von einem Judenhasser bedroht worden

von Imanuel Marcus  20.02.2024

Berlin

Israelfeindliche Sprechchöre bei Gedenkdemo für Hanau-Opfer

Die Polizei leitete 21 Ermittlungsverfahren ein - auch wegen Volksverhetzung

 20.02.2024

Operation gegen den Terror

Pistorius besucht Fregatte vor Einsatz im Roten Meer

Am Freitag soll die »Hessen« in den wohl gefährlichsten Marine-Einsatz der Bundeswehr-Geschichte starten

 20.02.2024

Judenhass an Hochschulen

Bildungsministerin: Unis müssen gegen Antisemitismus vorgehen

In vielen Bundesländern sei Exmatrikulation möglich, sagt Bettina Stark-Watzinger (FDP)

 20.02.2024

Ausbildung

So werden Lehrer auf Antisemitismus vorbereitet

Ein Zusatzstudiengang in Würzburg soll Lehrerkräften helfen, auf Judenhass zu reagieren

von Vanessa Köneke  20.02.2024

Gaza

Palästinensischer Regierungschef will »Marshallplan«

Für den Wiederaufbau sei internationale Hilfe nötig, sagt Mohammed Schtaje

 19.02.2024

Frankfurt am Main

Zentralrat der Juden veranstaltet Konferenz zum 7. Oktober

Das durch die Massaker verursachte Gefühl der Ohnmacht in der jüdischen Gemeinschaft ist eines der Themen

 19.02.2024