Berlin-Lichtenberg

Brandanschlag mit antisemitischem Motiv?

Rund 200 Menschen haben sich am Dienstagabend vor einer Kiezkneipe in Berlin-Lichtenberg versammelt, um gegen einen mutmaßlich antisemitischen Anschlag zu protestieren.

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Wie der jüdische Besitzer der Kneipe »Morgen wird besser« im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen berichtete, sei sein Lokal von Rechtsextremen in Brand gesteckt worden. Die Polizei prüft derzeit noch, ob bei der Tat vom frühen Freitagmorgen ein politisches Motiv vorliegt.

BEDROHUNG Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte der jüdische Besitzer der Kneipe, dass sein Lokal seit Jahren von Rechtsextremen bedroht wird. Es handele sich bereits um den vierten Anschlag.

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Die anderen Attacken seien bei der Polizei zur Anzeige gebracht worden und aktenkundig. Unter anderem seien bei einem Einbruch Getränke über die Möbel geschüttet und die Kasse entwendet worden. Die Rechtsextremen hätten sich zudem mehrmals Zugang zum Lokal verschafft und antisemitische Parolen wie »Juden raus!«, »Saujuden!« und »Ab nach Israel!« skandiert.

Zu der Solidaritätskundgebung hatte die Gruppe »Anitfaschistische Vernetzung in Lichtenberg« aufgerufen. Die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötsch (Die Linke) sagte dem RBB, Rechte versuchten seit Jahren, den Kiez in Beschlag zu nehmen. Dagegen wehre sich die Zivilgesellschaft in Lichtenberg. Unter den Teilnehmern waren auch Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) und der Berliner Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn.

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Auf dem Film ist zu sehen, dass die Teilnehmer der Kundgebung mit Masken demonstrierten. Eine Rednerin betonte ebenfalls, dass es sich nicht um den ersten Angriff auf die Kiezkneipe handele. Im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen kündigte der Betreiber an, trotz der Anschläge weiterzumachen: »Wir lassen uns nicht unterkriegen.«

Dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) berichtete der Besitzer der Kneipe von mehrfachen Bedrohungen durch Neonazis in der Vergangenheit. Daraufhin habe er Rollos und Kameras eingebaut. Die Kneipe sei immer ein Nachbarschaftstreff gewesen. »Wir haben hier alle gemeinsam Chanukka und Weihnukka gefeiert« – auch um zu zeigen, »wir Juden sind ganz normale Menschen«. ag/ppe/epd

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Thema in unserer Printausgabe vom 27. August.

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