Berlin

»Bekenntnis gegen Antisemitismus und Diskriminierung«

Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, Felix Klein Foto: imago

Mehrere Vereine der Fußball-Bundesliga wollen sich verstärkt im Kampf gegen Antisemitismus engagieren. Dafür hätten sie die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) angenommen, erklärte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, am Donnerstag in Berlin.

Mit dieser Definition möchte die IHRA dabei helfen, Erscheinungsformen von Judenfeindlichkeit zu erkennen, auf das Problem aufmerksam zu machen und dagegen vorzugehen. Klein sagte, er habe bei den Fußballclubs Ende Januar dafür geworben, die Definition anzuerkennen.

vorbild »Kaum ein anderer Sport bringt Menschen so zusammen wie der Fußball. Egal ob jung oder alt, arm oder reich: Da wird gemeinsam gelitten und gejubelt, angefeuert und gefachsimpelt«, betonte der Beauftragte. Die Fußballbegeisterung vereine Menschen. Die Klubs, die jetzt die Definition angenommen hätten, fungierten damit auch als Vorbild für weitere Vereine, insbesondere aus dem Amateurbereich. Ihr »Bekenntnis gegen Antisemitismus und Diskriminierung« wirke tief in alle gesellschaftlichen Bereiche hinein. »Damit wird eines ganz deutlich: Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz, auch nicht in Fußballstadien und Vereinen.«

Zu den bereits beteiligten Vereinen gehören unter anderem der 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf, der VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, der FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und der FC St. Pauli. Mit dabei ist auch der Deutsche Fußball-Bund DFB. Die DFL Deutsche Fußball Liga will demnach im März folgen. kna

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  29.09.2026

Deutschland

Elif Eralp war Mitglied der linksextremistischen Roten Hilfe

Der Landesverfassungsschutz erwähnt die Rote Hilfe in seinem jüngsten Jahresbericht als mit Abstand größte linksextremistische Organisation in Berlin

 29.09.2026

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026 Aktualisiert

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026