Berlin

Bundespräsident gratuliert zum 70-jährigen Bestehen des Zentralrates

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Foto: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das 70-jährige Bestehen des Zentralrats der Juden in Deutschland gewürdigt. In einem an Zentralratspräsident Josef Schuster gerichteten Schreiben heißt es: »Ich möchte Ihnen sehr herzlich gratulieren. Der Zentralrat der Juden ist eine bedeutsame Stimme, die gebraucht und die gehört wird.«

Ein Blick auf diese Zeitspanne von 70 Jahren zeige: Im Jahr 1950 lebten in Deutschland gerade noch 15.000 Juden – heute hat der Zentralrat knapp 100.000 Mitglieder in gut 100 Gemeinden. »Ich bin sehr dankbar, dass sich jüdisches Leben in Deutschland in seiner ganzen Vielfalt in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat«, so Steinmeier.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wie viel reicher das gesellschaftliche Leben dadurch geworden ist, habe er Ende des vergangenen Jahres bei seinem Besuch auf dem Jüdischen Gemeindetag des Zentralrates in Berlin erlebt, unterstrich der Bundespräsident. »Ich freue mich über Ihr Engagement für ein Gemeinwesen, an dem wir alle teilhaben.«

Aber er wisse auch, so Steinmeier, dass das Vertrauen brüchig geworden ist. »Antisemitische Angriffe in unserem Land nehmen zu. Diesem Hass und diesem Ressentiment müssen alle widersprechen. Auch und vor allem diejenigen unter uns, die nicht Ziel dieses Hasses sind.« Sie müssten laut und vernehmbar widersprechen und verhindern, dass die Atmosphäre in unserem Land weiter vergiftet wird.

»Ich danke dem Zentralrat der Juden herzlich für seinen hochgeschätzten Beitrag zur Entwicklung, Verankerung und öffentlichen Wahrnehmung jüdischen Lebens in Deutschland.«

Bundespräsident Steinmeier

Der Bundespräsident schließt mit den Worten: »Ich danke dem Zentralrat der Juden herzlich für seinen hochgeschätzten Beitrag zur Entwicklung, Verankerung und öffentlichen Wahrnehmung jüdischen Lebens in Deutschland.« ja

München

Anne Applebaum: Darum sollten CDU und AfD nicht kooperieren

Die jüdische US-Historikerin befasst sich mit den Gefahren für demokratische Gesellschaften – und hat eine klare Position zu Deutschland und Europa, wie sie im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« darlegte

 12.07.2026

Teheran

Gespräche über Straße von Hormus enden ohne Durchbruch

Der Streit um die Straße von Hormus war diese Woche mehrfach militärisch eskaliert. Gespräche im Oman darüber enden zunächst ohne große Fortschritte

 12.07.2026

Washington

US-Militär: Angriffswelle im Iran beendet

In der Nacht haben die US-Streitkräfte laut eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen. Dabei habe es sich um einen Vergeltungsschlag gehandelt

 12.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  12.07.2026

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026