Gaza/Israel

Baerbock will Feuerpause für Verhandlungen nutzen

Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) am Donnerstag in Skopje Foto: picture alliance/dpa

Außenministerin Annalena Baerbock hat die Verlängerung der Feuerpause im Gaza-Krieg als »enorm wichtig« begrüßt und eine politische Lösung des Konflikts gefordert. »Klar ist, dass wir aus der Feuerpause hinaus eine Brücke zu einem politischen Prozess schlagen müssen«, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag am Rande einer Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje.

Israel könne nur in Sicherheit leben, wenn die Palästinenser in Sicherheit leben - »genauso gilt, dass Palästinenserinnen und Palästinenser nur in Sicherheit leben können, wenn Israel sicher ist«, sagte Baerbock. Mit Blick auf weitere Feuerpausen sei »genauso wichtig, dass die Terrororganisation Hamas sich nicht regruppiert«, so die Ministerin. Zentral sei die Sicherheit für alle Menschen in der Region. »Das bedeutet auch, dass der Terrorismus keine Chance haben darf.«

Die weitere Feuerpause solle dafür genutzt werden, »dass Menschen, die auf brutalste Art und Weise als Geiseln verschleppt worden sind, endlich wieder zu ihren Familien zurückkehren«, sagte Baerbock. Zudem sollten die Menschen in Gaza in der Zeit humanitäre Hilfe wie Wasser, Medikamente und vor allem medizinische Versorgung erhalten.

Israel und die palästinensische Terrororganisation Hamas hatten sich praktisch in letzter Minute auf eine Verlängerung der Feuerpause um zunächst einen Tag verständigt. dpa

Extremismus

AfD: Björn Höcke zitiert abermals Nazi-Parole

Der AfD-Politiker Höcke ist wegen einer verbotenen Nazi-Parole bereits verurteilt worden. Jetzt prüft die Polizei einen neuen Vorfall. Doch Abgeordnete stehen unter besonderem Schutz

 06.02.2026

München

Jüdische Gemeinde erhält Drohbrief mit Patrone

Der Staatsschutz der bayerischen Polizei ermittelt

von Imanuel Marcus  06.02.2026

Berlin/Gießen

Nach Rede im Hitler-Stil: AfD will Mitglied rauswerfen

Mit seiner Rede, die an Adolf Hitler erinnerte, sorgte Alexander Eichwald beim AfD-Jugendkongress für Aufregung. Jetzt droht ihm der Parteiausschluss

 06.02.2026

Berlin

Julia Klöckner reist nach Israel

Die Bundestagspräsidentin will sich mit Regierungs- und Oppositionsvertretern austauschen, nach Yad Vashem und zum Nova-Festival-Memorial fahren

 06.02.2026

Kommentar

Strafanzeige als PR-Gag?

Laut und verwegen ist der Genozid-Vorwurf einer Schweizer Gruppierung gegen den Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis. Mit einer Rechtsdebatte hat es aber nichts zu tun

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

Bundesrat Ignazio Cassis muss sich in Den Haag verantworten.

Den Haag

Schweizer Bundesrat wegen Völkermord angezeigt

Eine Gruppe Schweizer Anwälte wirft Außenminister Ignazio Cassis Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

New York

Epstein-Dokumente befeuern antisemitische Verschwörungsmythen in sozialen Medien

Einer JTA-Recherche zufolge nutzen Rechtsextreme, aber auch Akteure aus anderen politischen Lagern, einzelne Passagen, um altbekannte Narrative über angebliche jüdische Machtstrukturen neu zu befeuern

 06.02.2026

Frankfurt am Main

Nach Antisemitismusvorwurf gegen RTL: Experte fordert Schulungen in Medien

Der Experte Samuel Stern fordert mehr Schulungen und Workshops gegen Antisemitismus in Medienhäusern und Fernsehsendern

 06.02.2026

London

Keir Starmer entschuldigt sich bei Epstein-Opfern

Der Premierminister: »Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde.«

 06.02.2026