Debatte

Beauftragter für Verbot von »Palästinensertuch«

In Istanbul tragen Models während des »Laleli Fashion Shopping Festival« die Kufiya als Zeichen der Unterstützung für Palästinenser in Gaza. Foto: picture alliance / Anadolu

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker spricht sich für ein Verbot der Kufiya, allgemein auch als »Palästinensertuch« bekannt, aus. Das Kleidungsstück müsse aus dem öffentlichen Raum verschwinden, erklärte er am Montag in Wiesbaden. Dies könne über einen gesellschaftlichen Konsens oder durch eine strikte behördliche Vorgabe erfolgen. »Dieses Tuch verbindet unsere Straßen mit dem palästinensischen Terror - und damit sollte Schluss sein«, begründete er seine Forderung.

Das Kleidungsstück stehe »nicht für Frieden und Miteinander, sondern für Israel-Hass« und einen bewaffneten Kampf gegen Israel. Seit dem Überfall der Hamas im Oktober 2023 auf Zivilisten und Militärangehörige in Israel bestimme dieses Tuch das Bild antiisraelischer Proteste in Deutschland. Es ist damit zu einem Ausdruck des israelbezogenen Antisemitismus hierzulande geworden.

Nicht alle unterstützen Terror

Becker räumte ein, dass nicht alle Menschen mit Kufiya persönlich den Terror unterstützten, doch liege darin inzwischen die »maßgebliche Bestimmung« des Tuchs: »Mit der Kufiya wird der Terror verherrlicht, und Terroristen werden damit als Freiheitskämpfer und Widerstand verharmlost.« kna/ja

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